Österreich: Kryptogeld im Wert von 20.000 Euro gestohlen

Ein österreichischer Kryptoanleger aus Neumarkt am Hausruck ist durch einen angeblichen Support-Mitarbeiter der Handelsplattform Cryptopia um 20.000 Euro bestohlen worden, meldete das Landeskriminalamt Oberösterreich am 13. März.

Der 34-jährige Oberösterreicher hatte dem angeblichen Support-Mitarbeiter der Handelsplattform Cryptopia über eine Fernwartungssoftware Zugriff auf seine Krypto-Wallets gegeben, die auf einem externen Server gespeichert waren. Zuvor hatte er wegen Verzögerungen bei Transfers vergeblich den Support und schließlich die Betreiberfirma selbst kontaktiert. Anschließend hatte er einen Rückruf des angeblichen Support-Mitarbeiters der Börse erhalten und diesem dann Zugriff gewährt. Kurz darauf waren seine diversen elektronischen Geldbörsen dann leer.

Für den Zugriff kam die beliebte Fernwartungssoftware Teamviewer zum Einsatz, welche über Proxies und Firewalls hinweg die Fernsteuerung ferner Rechner ermöglicht. Der angebliche Support-Mitarbeiter bekam über diesen Weg vollen Zugang zu den auf dem PC gespeicherten Daten und damit auch auf die im Internet platzierten Wallets. Insgesamt hatte das Opfer darauf verschiedene Kryptowährungen mit einem Wert von umgerechnet 20.000 Euro gespeichert. Der Bestohlene hat inzwischen Anzeige erstattet. Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Oberösterreich geführt.

Zu Krypto-Diebstählen von Online-Wallets für Kryptowährungen kommt es immer wieder. Meist bedienen sich die Kriminellen dabei Tricks, damit die Opfer ihnen Zugriff auf ihre Kryptobestände geben. Im Januar war ein Fall von Wallet-Diebstahl mit IOTA-Coins bekannt geworden. Über Seed-Generatoren, welche die Hacker auf extra geschalteten Webseiten bereitstellten, hatten die Cyberkriminellen Schlüssel für IOTA-Wallets im großen Umfang speichern können und diese dann schlagartig leergeräumt.