Zwei ehemalige Mitglieder der Finanzaufsichtsbehörde Financial Action Task Force (FATF) sind dem Beratungsteam des Shyft Network beigetreten.
In einer Pressemitteilung vom 28. Oktober kündigte das öffentliche Blockchain-Protokoll Shyft Network an, dass der ehemalige Leiter der kanadischen Delegation der FATF Josee Nadeau und der ehemalige ausführenden FATF-Sekretär Rick McDonell seinem Beratungsteam beitreten werden.
Die FATF ist eine der wichtigsten Finanzaufsichtsorganisationen weltweit. Obwohl sie niemanden zwingen kann, ihren Empfehlungen zu folgen, ist die Einhaltung ihrer Leitlinien wichtig für die finanzielle Integration in wichtigen Volkswirtschaften und Märkten.
Ende Juni veröffentlichte die FATF neue Richtlinien zur Regulierung digitaler Vermögenswerte. Die Richtlinien würden dieselben Standards auf den Kryptowährungssektor anwenden, die auch normalerweise für den Bankensektor gelten.
In den FATF-Richtlinien, die auch unter dem Namen Travel Rule bekannt ist, wird von den Aufsichtsbehörden und Virtual-Asset-Dienstleistern gefordert, dass sie personenbezogene Daten über Transaktionen sammeln und weitergeben. Für Unternehmen, die sich nicht an diese halten, könnte das bedeuten, von lukrativen internationalen Märkten ausgeschlossen zu werden.
Shyft will unter anderem eine branchenweite Lösung für die Travel Rule der FATF implementieren, die den Virtual-Asset-Dienstleistern präsentiert wird. Dabei wird die Identitätspass-, Datenbank- und Datenbescheinigungsinfrastruktur von Shyft verwendet. Mit ihrer Erfahrung durch die Mitarbeit in der FATF und anderen großen Aufsichtsbehörden erwartet Shyft, dass Nadeau und McDonell wertvolle Ratschläge geben können, um dieses Ziel zu erreichen.
Einjährige Frist zur Einhaltung der Vorschriften
Die FATF hat den lokalen Behörden und Virtual-Asset-Dienstleistern genau ein Jahr Zeit gegeben, um einen Rechtsrahmen zu entwickeln, der sich an die Bedingungen der Travel Rule hält.
John Roth, der leitende Mitarbeiter für Compliance und Ethik bei der Kryptowährungsbörse Bittrex hat gegenüber Cointelegraph gesagt, dass - trotz der einjährigen Frist der FATF für Virtual-Asset-Dienstleister - eine geeignete Lösung aufgrund der Komplexität der Branche und der möglichen Kosten einer neuen Methode zur Sammlung notwendiger Informationen länger dauern kann. Er erklärte:
"Niemand in der Branche kann sich derzeit vollständig an die Travel Rule halten. Das ist ein Thema, über das wir mit anderen Börsen diskutieren, um eine Lösung zu finden. Das Problem ist, dass eine Lösung einen Konsens in der Branche erfordern würde. Außerdem wäre der Einsatz neuer und ungetesteter Lösungen zur Bewältigung der Geschwindigkeit und des Datenvolumens notwendig."
Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.