Fujitsu unterstützt IOTA als "neuen Protokollstandart" für Buchungskontrollen

Japans ICT-Konglomerat Fujitsu führt einen IOTA-basierten Konzeptnachweis (PoC) für Buchungskontrollprozesse in der Fertigungsindustrie ein, wie eine offizielle Mitteilung vom 25. August bestätigt.

Laut der Pressemeldung wird das Unternehmen das IOTA-Protokoll als ein "unveränderlichen Datenlagerungsmedium" für Prüfkettenprozesse in "industriellen Produktumgebungen und Lieferketten" mit dem Ziel nutzen, Transparenz, Datenvertrauen und Datensicherheit zu verbessern.

Laut Leopold Sternberg, Programmmanager des Competence Centers Industry 4.0 von Fujitsu in München, wird die neue Partnerschaft dazu beitragen, "IOTA als neuen Protokollstandard einzuführen". Der Tech-Riese sei dafür "gut gerüstet", vor allem aufgrund seiner Expertise sowohl in den IKT-Dienstleistungen als auch in der Fertigungsindustrie.

Das gemeinsame Projekt soll die Herausforderungen einer zunehmend datenintensiven "Industrie 4.0-Fertigungs- und Lieferkette" meistern, die laut Mitteilung effizientere Wege zum Aufbau von Vertrauen in die Qualität und Integrität von Prozessen und Produkten fordern.

Die Mitteilung beschreibt ein vorgeschlagenes, kryptografisches ID-System für Produktkomponenten und deren Produktionsstatus, das über Nodes auf dem IOTA-Tangle-Protokoll verbunden werden und von Fujitsu gestellt werden soll.

Tangle ist insofern ein anderer Typus von Distributed Ledger Technologie (DLT) als Blockchain, als dass es keine "Blocks" oder Mining verwendet, sondern auf einem gerichteten azyklischen Graph (DAG) aufbaut - einem topologisch geordneten System, in dem verschiedene Arten von Transaktionen gleichzeitig auf verschiedenen Ketten im Netzwerk laufen.

IOTAs (MIOTA) Preis hat seit der Ankündigung der Partnerschaft am 25. August 13 Prozent gewonnen. Der Token stieg in den 24 Stunden bis Redaktionsschluss 12 Prozent auf 0,52 Euro (0,60 US-Dollar).

IOTAs 7-Tage-Preischart

IOTAs 7-Tage-Preischart Quelle: CoinMarketCap

Die IOTA-Stiftung selbst ist derzeit in eine Kontroverse verwickelt, welche Anfang der Woche für negative Nachrichten sorge, nachdem eine Mitschrift veröffentlicht wurde, die eine bedeutende Meinungsverschiedenheit zwischen der Geschäftsleitung und den Projektgründern offenbart. Die Stiftung versucht seitdem die Öffentlichkeit zu beschwichtigen.