Tom Lee: "Korrelation" zwischen BTC und Schwellenländern Signal für Trendwende

Der Bitcoin (BTC)-Analyst Tom Lee von Fundstrat hat behauptet, dass die Kryptowährung "das Jahr explosionsartig auf einem höheren Niveau beenden könnte". Als Grund nannte er eine Korrelation zwischen ihr und den Schwellenländern. Lee hat seine neue Vorhersage in einem Interview bei der CNBC-Sendung "Trading Nation" am 25. August gemacht.

Der Forschungsleiter bei Fundstrat Global Advisors hat gesagt, er denke "immer noch, dass es möglich ist", dass der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr auf bis zu 21.500 Euro steigen könnte. Lee gab an, dass diese Annahme auf das Verhältnis zwischen dem BTC-Kurs und dem börsengehandelten Fonds (ETF) iShares MSCI Emerging Markets von BlackRock, der große und mittelgroße Unternehmen in Schwellenländern verfolgt, basiere.

Diese laut Lee "wichtige Korrelation", liege darin, dass beide Märkte etwas parallel zueinander verlaufen. Beide Märkte haben Anfang 2018 ihren "wirklich wesentlichen Höhepunkt" erreicht und sich von da an "beide in einem Abwärtstrend" befunden.

Korrelation zwischen Bitcoin und dem MSCI Emerging Markets ETF

Korrelation zwischen Bitcoin und MSCI Emerging Markets ETF. Quelle: CNBC "Trading Nation"

Laut Lee zeigt die jüngste Handelsaktivität, dass Hedge-Fonds aufgrund des Risikos von Marktabstoßungen keine Fonds mehr kaufen, die an Schwellenländer gebunden sind, was wiederum zu einem geringeren Kauf von Bitcoin führt.

Lee glaubt, dass eine Richtungsänderung in den Schwellenländern eine ähnliche Trendwende bei Bitcoin bedeuten würden:

"Solange sich die Schwellenländer nicht zu drehen beginnen, denke ich, dass die Korrelation halten wird und uns sagen wird, dass das Risiko für die Mentalität darin besteht, dass diese Käufer Bitcoin nicht kaufen."

In dem Interview wies Lee darauf hin, dass sich die "Gezeit" sowohl für Bitcoin als auch für die Schwellenländer ändere, insbesondere wenn die US-Notenbank ihre Zinserhöhungen etwas zurückschraubt.

Anfang Juli äußerte Lee seine Haltung, dass Bitcoin bis Ende 2018 zwischen 19.000 und 21.500 Euro erreichen könnte.

Anfang des Monats sagte Tom Lee, dass Bitcoin nicht als "gebrochen" betrachtet werden kann, solange er das aktuelle Kurs- und Volatilitätsniveau beibehält. Damals zitierte er die Zahlen von Fundstrats Bitcoin Misery Index (BMI), einem Tool, das misst, wie "miserabel" es Bitcoin-Investoren geht. Dieser Index basiert auf dem Kurs der Kryptowährung und ihrer Volatilität.