Deutsche Firma enthüllt umweltfreundliche Bitcoin-Mining-Container

Die Bitcoin (BTC)-Mining-Infrastrukturfirma Northern Bitcoin AG hat bekannt gegeben, dass die Tests für ihren neuen luftgekühlten Mining-Container, in dem 144 ASIC-Mine untergebracht sind, beendet habe.

In einer Pressemitteilung vom 9. September hieß es, dass die hochmobile Containerlösung im Rahmen einer flexiblen und effizienten Infrastruktur konzipiert wurde. Damit will das Unternehmen Mining-Pools in Ländern einrichten, in denen es ganzjährig kühl ist. 

Standorte mit billiger und nachhaltiger Energie 

Die Northern AG aus Frankfurt am Main entwickelt und betreibt Bitcoin-Mining Hardware, die erneuerbare Energiequellen nutzt und auf optimale Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die Northern AG seit über einem Jahr in Norwegen einen Mining-Pool mit 21 wassergekühlten Containern - mit je 210 ASIC-Minern - entwickelt und betrieben habe. 

Der neue wassergekühlte Container wurde gemeinsam mit Partnern in Deutschland entwickelt. Damit soll das Unternehmen sein Geschäft flexibel und kurzfristig auf neue Standorte in ganz Skandinavien ausdehnen können. 

Die Cointainer mit Platz für 144 ASIC-Miner hat eine deutlich höhere Minerdichte als die vorherigen wassergekühlten Container. Das Unternehmen sagt, dass es sich darauf konzentriere, seine mobilen Mining-Lösungen an Orten einzusetzen, die ganzjährig kühl sind und an denen nachhaltige Energiequellen, wie etwa Wasserkraft, billig und reichlich vorhanden sind.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, ist eine effiziente Temperaturregelung entscheidend für rechenintensives Bitcoin-Mining, bei dem die Hardware typischerweise erhebliche Wärme erzeugt.

Bitcoin-Mining wird energieeffizienter

Wie kürzlich berichtet, haben neue Daten des Dienstes Statista gezeigt, dass der Energieverbrauch von Bitcoin (BTC) zunehmend effizienter wird. Die Hash-Rate des globalen Netzwerks erreicht dabei weiter neue Rekordwerte.

Der Energieverbrauch betrug im Juli 2019 69,79 Terawattstunden pro Jahr. Im Juli 2018 waren es noch 71,12 Terawatt, die Hash-Rate war hingegen fast 60 Prozent niedriger als heute.

Eine Studie im Juni ergab, dass drei Viertel der Bitcoin-Mining-Aktivitäten mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden.

Hersteller von Mining-Hardware, wie Bitmain, sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Lösungen mit höherer Rechenleistung und geringerem Energiebedarf.