Eine Kryptowährungs-Wallet, die mit "deutsche Regierung (BKA)" gekennzeichnet wurde, hat Bitcoin im Wert von über 54 Millionen US-Dollar verkauft.
Die Wallet der deutschen Regierung verkaufte am 25. Juni 900 Bitcoin in drei einzelnen Transaktionen.
Die erste Transaktion in Höhe von 200 BTC wurde an die Börse Coinbase gesendet, die zweite Überweisung in Höhe von 200 BTC an die Börse Kraken.
Eine dritte Transaktion im Wert von 500 BTC oder mehr als 30 Millionen US-Dollar wurde jedoch an die Wallet "139Po" gesendet, die laut der Onchain-Analyseplattform Arkham Intelligence unbekannt ist.

Die Wallet "139Po" ist zwar unbekannt, aber es ist nicht das erste Mal, dass die deutsche Regierung mit ihr interagiert. Die deutsche Regierung hat bereits am 20. Juni 800 BTC an die Adresse geschickt und weitere 500 BTC am 19. Juni, also vor erst sechs Tagen.
Nach den heutigen Überweisungen enthält die Wallet laut Arkham Intelligence noch 46.359 Bitcoin.

Wird die deutsche Regierung Bitcoin auf unter 60.000 US-Dollar drücken?
Diese Wallet hält BTC im Wert von über 2,8 Milliarden US-Dollar und könnte einen erheblichen Verkaufsdruck auslösen, der den Bitcoin-Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar drücken könnte.
Der Bitcoin-Kurs befindet sich in einem Abwärtstrend und ist auf dem Monatschart um 11 Prozent und auf dem Wochenchart um über 7 Prozent gefallen. Er liegt derzeit etwas über 61.000 US-Dollar, laut Bitstamp.

Dem bekannten Analysten Willy Woo zufolge deuten Muster auf dem Chart darauf hin, dass Bitcoin ein bis vier Wochen lang eine Korrektur erleben könnte, bevor der Kursanstieg weitergeht.
Der Analyst schrieb in einem Beitrag vom 22. Juni:
"Ich beobachte dieses Modell. Es wird wohl 1-4 Wochen lang eine Korrektur geben, bis die #Bitcoin -Kursentwicklung langweilig genug ist. Chart: Intensität der Spekulanten, die Casino-Spiele spielen."

Weiterer Bitcoin-Verkaufsdruck durch Deutschland und Mt. Gox?
Das deutsche Wallet löste erstmals am 19. Juni einen Verdacht auf mögliche Bitcoin-Verkäufe ausgelöst, als es einen Transfer von 6.500 BTC im Wert von über 425 Millionen US-Dollar darüber gab.
Neben der Überweisung an die nicht gekennzeichneten Wallets wird der Großteil der Bitcoin an zentralisierte Börsen transferiert, was darauf hindeutet, dass die Regierung möglicherweise Bitcoin verkaufen will.
Vor der Übertragung befanden sich in der Wallet seit Februar 2024 fast 50.000 BTC. Es wird angenommen, dass das Geld vom Betreiber der Raubkopien-Webseite Movie2k beschlagnahmt wurde.
Im Juli könnte es jedoch auch aus einem anderen Grund zu Verkaufsdruck auf Bitcoin kommen, da die insolvente Kryptowährungsbörse Mt. Gox angekündigt hat, mit der Entschädigung ihrer Nutzer zu beginnen.
Mehr als 9,4 Milliarden US-Dollar an Bitcoin gehen an rund 127.000 Mt. Gox-Gläubiger, die seit über 10 Jahren auf die Rückzahlung ihrer Gelder warten. Das könnte zu einem erheblichen Verkaufsdruck für Bitcoin führen.
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