Aktualisierung am 15. April, 11:30 Uhr UTC: Dieser Artikel wurde aktualisiert und enthält nun Kommentare von Bitpanda.
Deutschlands größte Landesbank, nämlich die Landesbank Baden-Württemberg, will in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 Krypto-Verwahrungslösungen anbieten.
In Zusammenarbeit mit der in Österreich ansässigen Kryptowährungsbörse Bitpanda wird die Bank institutionellen Kunden Krypto-Verwahrungsdienstleistungen anbieten.
Die deutsche Landesbank verzeichnet eine steigende Nachfrage seitens von Unternehmen nach der Verwahrung digitaler Vermögenswerte, so Jürgen Harengel, Geschäftsführer des Firmenkundengeschäfts der Landesbank Baden-Württemberg, gegenüber Bloomberg:
"Die Nachfrage unserer Firmenkunden nach digitalen Assets steigt."
Die Landesbank Baden-Württemberg will die institutionelle Verwahrungslösung von Bitpanda für ihr Angebot nutzen. Bitpanda Custody ist eine Krypto-Verwahrungsplattform mit DeFi-Funktionen, die, laut der Homepage von Bitpanda, bei der britischen Financial Conduct Authority (FCA) registriert ist.
Mit der Partnerschaft kann die Bank die digitale Asset-Plattform, die Verwahrungsdienste und die entsprechenden Lizenzen von Bitpanda nutzen, so Gonzalo Lamas, Leiter der globalen Kommunikation bei Bitpanda, gegenüber Cointelegraph:
"Im Rahmen dieser Kooperation nutzt die LBBW unsere "Investment-as-a-Service"-Infrastruktur und Services, die für die Beschaffung und Verwahrung von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Vermögenswerten genutzt werden. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Angebot der LBBW an digitalen Vermögenswerten zu erweitern und hohe Sicherheit und innovative Lösungen für Unternehmenskunden zu gewährleisten."
Deutsche Banken in Vorbereitung auf MiCA-Verordnung
Die Landesbank Baden-Württemberg ist nicht die einzige deutsche Bank, die über Krypto-Dienstleistungen nachdenkt. Auch die Deutsche Bank arbeitet seit September 2023 an der Verwahrung digitaler Vermögenswerte und hat das Schweizer Krypto-Startup Taurus für Krypto-Verwahrungs- und Tokenisierungsdienste engagiert.
Im Februar kündigte die DZ Bank, Deutschlands zweitgrößte Bank, an, im Laufe des Jahres 2024 ein Pilotprojekt zum Kryptohandel starten zu wollen. Die Bank stellte ihre Plattform zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte im November 2023 vor.
Die Banken in Deutschand bereiten sich auf die Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung vor, die im Dezember 2024 als erster umfassender Rechtsrahmen für die Krypto-Branche in Kraft treten wird.
Kryptobörsen werden dann ab Ende 2024 vollständig reguliert sein, so Vyara Savova, Senior Policy Lead bei der European Crypto Initiative, gegenüber Cointelegraph:
"2024 ist das Jahr von MiCA und die gesamte EU wird nun einen umfassenden Rechtsrahmen für Krypto-Assets, Krypto-Asset-Services und Krypto-Asset-Service-Provider (auch bekannt als CASPs) haben. Kryptobörsen sind im Rahmen der MiCA eine Art CASP und werden im Dezember 2024 vollständig reguliert."
Der MiCA-Gesetzentwurf wird noch fertiggestellt. Das zweite Konsultationspaket zu den Leitlinien für die umgekehrte Aufforderung im Rahmen von MiCA endet am 29. April. Das Ergebnis der Konsultation wird für die endgültige Umsetzung von MiCA im Dezember von Bedeutung sein, so Savova:
"Die Konsultation wird festlegen, wie Börsen und andere CASPs aus Ländern außerhalb der EU EU-Dienste für EU-Bürger ohne Lizenz anbieten können und wie diese Dienste in Europa vermarktet werden sollten. Die Ergebnisse dieser Konsultation werden für die Umsetzung von MiCA im Dezember entscheidend sein."
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