Goldman Sachs eröffnet keine Kryptohandelsabteilung, aber hat in eine investiert

Der CEO von Goldman Sachs Leo Blankfein hat dem Bericht von Bloomberg widersprochen, dass Goldman Sachs eine Kryptohandelsabteilung eröffnen wird, wie aus einem Interview mit CNBC hervorgeht. Doch die New Yorker Bank hat seit 2015 einen Anteil an einem Kryptohandelsdienst.

Im Jahr 2015 hat die Principal Investment Strategy Group von Goldman Sachs, die speziell in Technologie-Unternehmen investiert, an einer 40 Mio. Euro-Finanzierungsrunde mit dem Bitcoin-Start-Up-Unternehmen Circle Internet Financial teilgenommen.

Der Deal wurde am 29. April 2015 geschlossen, als Bitcoin (BTC) laut CoinMarketCap bei etwa 181,37 Euro lag. Bei Redaktionsschluss lag der Bitcoin bei etwa 8072 Euro, was eine Steigerung um etwa 4400 Prozent im Vergleich zum Zeitpunkt, als Goldman Sachs in das Bitcoin-Start-Up-Unternehmen investiert hat, darstellt.

Bitcoin KursentwicklungCircle besteht aus Circle Pay, ein Dienst zur Versendung von Fiatgeld mit einer Social-Messaging-Komponente, und auch aus Circle Trade, ein Liquiditäts-Lieferant von Kryptowährungen. Das Unternehmen plant Circle Invest im Jahr 2018 zu eröffnen, ein Produkt, das speziell für Einzelkunden entworfen wurde, um ihnen das Investieren in Kryptomärkte leichter zu machen.

Goldman Sachs hat erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der digitale Währungen als echtes Geld bezeichnet hat und sich dabei speziell auf den Gebrauch in Entwicklungsländern bezogen. Zuvor, im November 2017, hatte Blankfein gesagt, dass er zwar glaube, dass Bitcoin auf lange Sicht wahrscheinlich nicht funktionieren wird, aber der Idee des BTC-Handels gegenüber offen wäre, wenn er jemals eine etablierte Währung werden sollte.