Google verbietet Mining-Erweiterungen im Web Store nach "Krypto-Jackings-Analyse"

Google wird Krypto-Mining-Erweiterungen aus seinem Chrome Web Store entfernen, nachdem "90 Prozent" der Skripte nicht den Vorgaben entsprechen, wie der Internet-Gigant gestern, am 2. April berichtete. 

In einem Blog-Post schreibt James Wagner, Produktmanager für Erweiterungen auf der Plattform, dass die Umstellung nach einer Analyse des schädlichen "Krypto-Jackings" stattfindet.

Der Begriff fasst den Prozess zusammen, wenn ein Nutzer eine Erweiterung herunterlädt und so unwissentlich und ohne Zustimmung am Mining von Kryptowährungen teilnimmt.

"In den letzten Monaten gab es eine Zunahme bösartiger Erweiterungen, die oberflächlich betrachtet nützliche Funktionen zu bieten scheinen, während verborgene Kryptowährungs-Mining-Skripte eingebettet sind, die im Hintergrund laufen", so Wagner.

Bisher hatte Google Erweiterungen erlaubt, deren expliziter und einziger Zweck das Minen von Kryptowährungen war. Google wird nun neue Kandidaten hindern, ihre Produkte im Web Store anzubieten und bis Juni die existierenden entfernen

Nur eine von zehn Erweiterungen für Mining-Zwecke hält sich laut der Analyse an die Richtlinien von Chromium zur Offenlegung von Arbeitsweisen.

"Leider haben etwa 90% aller Erweiterungen mit Mining-Skripten, die Entwickler in Chrome Web Store hochgeladen haben, die Richtlinien nicht erfüllt und wurden entweder abgelehnt oder aus dem Store entfernt", fügt Wagner hinzu.

Der Juni markiert auch den Beginn eines anderen umstritteneren Kryptowährungsverbots von Google, dass es Werbetreibenden verbietet, über das AdWord-Werbenetzwerk Anzeigen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu schalten.