Kryptobörse Goxtrade agiert betrügerisch, Unternehmensdaten überwiegend gefälscht

Der vermeintlichen Kryptobörse Goxtrade wird vorgeworfen, betrügerisch zu agieren. Dies geht aus einem Bericht von TechCrunch hervor, der am 17. Mai veröffentlicht wurde.

Die Anschuldigung stützt sich dabei hauptsächlich auf die Tatsache, dass Goxtrade scheinbar die Fotos fremder Leute aus den sozialen Medien klaut, um diese auf der firmeneigenen Webseite als etwaige Mitarbeiter zu präsentieren. Dabei übernimmt Goxtrade teilweise sogar den vollen Namen der jeweiligen Personen.  

Amber Baldet, die ihres Zeichens Mitgründerin des Blockchain-Startups Clovyr ist, ist eine der betroffenen Personen, da ihr Bild ebenfalls von Goxtrade missbraucht wurde. Auf Twitter erhob sie deshalb schwere Vorwürfe:

„Betrugswarnung: Ich bin keine Programmiererin bei Goxtrade und wahrscheinlich basiert das ganze Unternehmen auf einer Lüge.“

Neben den fälschlich eingesetzten Fotos hat TechCrunch herausgefunden, dass Goxtrade ebenfalls nicht an der Adresse sitzt, an der es eingetragen ist. Außerdem ist die Kryptobörse nicht im zuständigen britischen Unternehmensregister verzeichnet.

Des Weiteren führen einige der von Goxtrade angegeben Kontaktdaten zu anderen Unternehmen, die keinerlei Bezug zu der Firma haben. So gehört eine der angegebenen Nummern zum Beispiel einer Bekleidungsfirma aus Birmingham, die nicht mehr existiert. Die eingetragene E-Mail-Adresse gehört wiederum einer russischen Internetfirma namens Yandex.

Wie Cointelegraph berichtet hat, hat Hardfork am 16. Mai einen Artikel veröffentlicht, in dem aufgedeckt wurde, dass die Blockchain-Startups RepuX und JoyToken jeweils betrügerische Initial Coin Offerings (ICOs) durchgeführt haben. Die beiden Unternehmen hatten zuvor Investitionskapital eingesammelt und sollen nun mit den erhaltenen 8 Mio. US-Dollar untergetaucht sein.