High Times wird kein Bitcoin in ihrem IPO akzeptieren

High Times Holding Corp., eine Mediengruppe für die Marihuana-Kultur, hat sich entschieden, keine Bitcoins (BTC) bei ihrem bevorstehenden Börsengang (IPO) zu akzeptieren, wie aus den bei der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsichtskommission (SEC) am 13. August eingereichten Dokumenten hervorgeht. Die Entscheidung widerspricht dem Firmenstatement vom 3. August, als das Unternehmen ankündigte, mit dem Akzeptieren von Kryptowährungen zu beginnen, um Investoren anzuziehen.

Anfang August veröffentliche High Times einen Pressebericht, demnach BTC und Ethereum (ETH) als Zahlungsmethode für Bezugsrechte an den Firmenanteilen akzeptiert werden sollten. In der Vorbereitungsphase des IPOs hatte High Times ein Regulation-A+-Angebot eingereicht, das es kleineren Unternehmen ermöglicht, in einem Zeitraum von 12 Monaten bis zu 50 Mio. US-Dollar von der Öffentlichkeit zu erhalten.

Obwohl High Times ursprünglich angab, Kryptowährungen im IPO zu akzeptieren, was es zum "ersten traditionellen Aktienangebot macht, das je Investments" in digitalen Währungen akzeptiert, heißt es in den SEC-Dokumenten nun, dass die Ankündigung ein Fehler war:

"Das Pressestatement wurde fälschlicherweise herausgegeben, da die Firma Bitcoin nicht als Zahlungsmittel für Anteile akzeptieren wird. Wie in der Bezugsrechtsvereinbarung der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Angebot vorgesehen, akzeptiert das Unternehmen nur Schecks, Kreditkarten, ACH oder Überweisungen als Zahlung für den Kauf von Anteilen."

Das SEC-Dokument verweist nicht auf ETH, die andere digitale Währung, welche als akzeptierte Zahlungsform im originalen Pressestatement erwähnt wurde.

Kryptowährungen werden in der Cannabisindustrie als eine Antwort Bankenverbote und einige andere legale Bedenken der Industrie betrachten, da sie eine gute Alternative zu Bargeldzahlungen darstellen könnten, während die Drogen auf Bundesebene weiterhin illegal bleibt. Die Abneigung der Banken, sich mit Cannabis-bezogenen Zahlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, bedeutet, dass Nutzer keine Kredit- oder EC-Karten nutzen können, um ihre Einkäufe zu tätigen. Das Fehlen von Banken macht Marihuana-Ausgeber anfällig für Diebstähle und Überfälle, da sie dementsprechend große Mengen Cash lagern müssen.

Um ein besseren Umfeld für die Verkäufer in der Industrie zu erschaffen, hat sich die digitale Währung Dash 2017 mit dem Blockchain-Startup Alt Thirty Six zusammengeschlossen, um Dash als Direktzahlungsmittel in der Cannabisindustrie einzuführen. Dash behauptet, dass bargeldlose Optionen für Kosteneinsparungen von bis zu 15 Prozent für Händler sorgen können.