Jesse Lund, der Leiter für Blockchain-Lösungen bei IBM, hat erklärt, dass Stablecoins, die auf Banken ausgerichtet sind, bald ein wichtiger Aspekt für die grenzüberschreitende Blockchain-Zahlungslösung des Technologieriesen sein würden. Das geht aus einem Interview des Finanznachrichtensenders Cheddar vom 15. März mit Lund hervor.

Lund sagte gegenüber Cheddar, dass weitere Details im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben werden sollen und dass die "Marktnachfrage" IBM dazu veranlasst habe, eine Stablecoin-Lösung für Finanzinstitute zu entwickeln.

"Banken auf der ganzen Welt sehen einen enormen Geschäftsvorteil darin, Stablecoins in ihrer heimischen Fiat-Währung auszugeben", sagte er.

Auf die Frage, inwiefern sich die Lösung von IBM vom USD-gestützten Stablecoin namens "JPM Coin" von JPMorgan Chase unterscheide, erklärte Lund, dass die Lösung von IBM "eine Art Zwischending" in Bezug auf das exklusive, geschlossene Netzwerk von JPM sein würde. Er erklärte:

"Es handelt sich nicht um einen firmeneigenen Coin, wie es bei der Lösung von JPMorgan der Fall ist. Ich denke aber, dass das deren Lösung für deren Zwecke sehr sinnvoll ist. [...] Das was JPM da tut, bestätigt uns sehr stark in dem, was wir tun. Aber wir finden, dass Stablecoins breiter zugänglich sein sollten. World Wire versucht, für alle Finanzinstitute die Fungibilität von digitalen Vermögenswerten zu gewährleisten."

"World Wire" ist der Name der Zusammenarbeit zwischen IBM und Stellar (XLM) und bezeichnet gleichzeitig die Nutzung von XLM im grenzüberschreitenden Zahlungsnetzwerk von IBM namens Blockchain World Wire (BWW).

BWW hat sich zum Ziel gesetzt, Kryptowährungen zu nutzen, um internationale Zahlungen zwischen Banken in Echtzeit zu ermöglichen. IBM hat auch mit Stronghold, einem auf Stellar basierenden Vermögenswert, an der Entwicklung des ersten Stablecoin für das Stellar-Netzwerk zusammengearbeitet.

Wie Cointelegraph im Februar berichtete, hat Lund kürzlich durchscheinen lassen, dass IBM Interesse an Stablecoins habe. Diese würden von dem Unternehmen als ein wesentlicher Aspekt für die Innovation des grenzüberschreitenden Zahlungswesens betrachtet. Er schlug vor, dass es ein Ökosystem aus verschiedenen digitalen Vermögenswerten geben sollte, die als Abwicklungsinstrumente für grenzüberschreitende Zahlungen dienen. Dazu erklärte er:

"Es könnte [...] oder [...] es könnte Bitcoin sein. Aber das würde wahrscheinlich auch andere Instrumente, wie etwa Stablecoins und - hoffentlich - sogar bald auch digitale Zentralbankwährungen."

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