Der Gebührenkrieg bei den börsengehandelten Bitcoin-Fonds hat nun auch Europa erreicht. Erst vor kurzer Zeit hat die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC die BTC-ETFs im Land zugelassen.

Vor der Zulassung am 10. Januar haben mehrere Antragsteller ihre Anträge mehrfach aktualisiert und ihre ETF-Gebühren gesenkt. Nun ist ein ähnlicher Trend bei den in Europa notierten börsengehandelten Produkten (ETPs) zu beobachten.

Zwei führende Vermögensverwalter, nämlich Invesco und WisdomTree, haben die Gebühren für ihre in Europa notierten ETPs um mehr als 60 Prozent gesenkt. Bei dem 137 Mio. US-Dollar schweren Invesco Physical Bitcoin ETP werden die Gebühren von 0,99 Prozent auf 0,39 Prozent gesenkt, während bei dem 325 Mio. US-Dollar schweren WisdomTree Physical Bitcoin ETP die Kosten von 0,95 Prozent auf 0,35 Prozent sinken.

In Europa sind börsengehandelte Produkte für digitale Vermögenswerte als Exchange Traded Notes (ETN) und nicht als Fonds strukturiert. ETN-Anleger besitzen Schuldverschreibungen, während ETF-Aktionäre einen Teil der zugrunde liegenden Vermögenswerte des Fonds besitzen.

Die deutliche Senkung der Gebühren wird auf den verstärkten Wettbewerb und die Verfügbarkeit mehrerer ETFs in den USA, einem der führenden globalen Finanzmärkte, zurückgeführt. Früher mussten US-Investoren auf kanadische und europäische ETPs ausweichen. Mit der Zulassung von 11 BTC-Spot-ETFs in den USA ist die Nachfrage der US-Investoren nach europäischen ETPs jedoch deutlich zurückgegangen.

In einem Interview mit der Financial Times sagte Gary Buxton, Leiter der ETFs für Europa bei Invesco, dass mehrere ETFs in den USA ihre Gebühren gesenkt haben, um ein "neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage" zu finden. Das führte zu deutlich niedrigeren Preisen als bei bestehenden ETPs in Europa.

Im Vergleich zu ihren europäischen Alternativen sind die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs liquider und auf einer einzigen Börsenplattform verfügbar, womit sie auch für europäische Anleger leichter zugänglich sind. Die neu aufgelegten Spot-Bitcoin-ETFs in den USA haben vom ersten Tag an ein Handelsvolumen in Milliardenhöhe angezogen, und auch nach zwei Wochen verzeichnen sie weiterhin ein tägliches Handelsvolumen in Milliardenhöhe.

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