Studie einer irischen Universität fordert Landesregierung auf, Blockchain zu promoten

An der National University of Ireland in Galway wurde eine Studie zum Thema der Verbreitung von Blockchain in Irland durchgeführt. Die Verfasser der Studie fordern die Regierung nun auf, dass die Technologie verstärkt im Land beworben werden soll, wie die Irish Times am 11. Mai berichtete.

Darin wird empfohlen, die Aufmerksamkeit und Annahmebereitschaft für Blockchain zu verbessern, da dies positive Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum hat. Es ist für Regierung und irische Organisationen die Grundlage, um in der Wirtschaft handlungsfähig zu sein.

Der Initiator der Studie, Dr. Trevor Clohessy von der NUI Galway, rät der Regierung Blockchain aktiv in Irland zu promoten, indem man dafür eine landesweite Initiative ins Leben ruft:  

„…außerhalb der Wirtschaft kann die Technologie ebenfalls von Nutzen sein. So könnte sie in Wahlautomaten und Wahlurnen zum Einsatz kommen, um gegen Wahlbetrug anzugehen. Ein weiteres Anwendungsgebiet wären Blockchain gestützte Systeme zur Grenzkontrolle, die das Problem der Nord/Süd Grenzen bzgl. des Brexit lösen könnten.“

Die Studie unter dem Namen „Annahmebereitschaft von Blockchain in Irland: Untersuchung des Einfluss von organisatorischen Faktoren“, wurde von der NUI Galway in Kooperation mit der Blockchain Association of Ireland durchgeführt. Hierin werden solche Faktoren beleuchtet, die für irische Firmen entscheidend sind, wenn sie Blockchain einführen. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich 40% der Unternehmen in Irland bisher die Technologie angenommen haben, was die Forscher als vergleichsweise niedrig bezeichnen.

Die Studie schlussfolgert, dass die Hauptfaktoren mit Einfluss auf die Annahme von Blockchain eine starke Überzeugung der obersten Managementebene, Bereitschaft innerhalb der Organisationsstruktur, rechtliche Unsicherheit, fehlende Fallstudien und ein Mangel an Fachwissen sind.

Auf dem Innovationsindex von Bloomberg 2018 landete Irland auf dem 13. Rang und hatte dabei hohe Punktzahlen im geschaffenen Produktionsmehrwert, sowie für eine fortschrittliche IT-Infrastruktur. In den vergangenen Jahren bewarb das Land sich selbst als Anlaufstelle für Financial Tech und Blockchain-Unternehmen, wobei man gerne die niedrige Unternehmenssteuer von 12 % anführte und im selben Zusammenhang die Doppelbesteuerungsabkommen mit mehr als 72 Partnerländern.

Eine ähnliche Studie, der Financial Executives Research Foundation kam zu dem Ergebnis, dass die befragten Führungskräfte aus der Finanzbranche „innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre planen, Mittel für Blockchain bereitzustellen…“

Vergangenen Monat kündigte Finanzdienstleister Mastercard an, eine Bandbreite von Software-Entwicklern, Datenanalysten, Sicherheitsexperten und Blockchain-Spezialisten in Dublin anzuwerben, um die Innovation im Sektor der Zahlungsverarbeitung voranzutreiben.

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