Japanischer Stromversorger: Blockchain-Partnerschaft mit Bank und Universität

Eine Vierer-Partnerschaft zwischen großen japanischen Unternehmen wird Untersuchungen über eine mögliche Anwendung von Blockchain in der dezentralen Stromversorgung durchführen, wie aus einer Pressemitteilung von Montag, 15. Oktober, hervorgeht.

Kansai Electric Power Co. (Kepco) wird mit der Mitsubishi UFJ Bank, dem IT-Service-Managementunternehmen Nihon Unisys und der Universität Tokio an dem Projekt arbeiten. Dieses soll Solarstromanbietern ermöglichen, überschüssige Energie an Verbraucher zu verkaufen.

"Aufgrund der weit verbreiteten Nutzung erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Solarstrom, ist das aktuelle Stromversorgungssystem statt konventionell, groß und intensiv ein autarkes und dezentrales geworden. In Zukunft besteht bei den Energieverbrauchern die Möglichkeit, dass Strom direkt über eine spezielle Plattform gehandelt wird", prognostiziert die Mitteilung.

Das ist der jüngste Versuch, eine Blockchain in die Stromversorgung zu integrieren. Derzeit werden weltweit verschiedene Systeme eingesetzt und getestet.

In Spanien läuft ein etwas anderes Projekt - eine 300 Megawatt Kryptowährungs-Mining-Farm. Diese wird Solarstrom nutzen und in Zukunft Energie direkt an Verbraucher ohne einen Vermittler verkaufen. Das behaupteten die Projektmacher im Juni.

Zur japanischen Untersuchung heißt es in der Mitteilung weiter, dass Nihon Unisys das System entwickeln werde, während Kansai Electric "das Demonstrationssystem im selben Versuchszentrum konstruieren und demonstrieren wird und die Universität Tokio die Forschung auswerten und zusammenfassen wird". Die Rolle der Mitsubishi UFJ Bank besteht darin, Ratschläge zur Anwendung der Blockchain bei Abwicklungen und Transaktionen zu geben.

Das ist nicht die erste Partnerschaft, bei der die größten Energieversorger des Landes und Blockchain-Technologie eine Rolle spielen. Im März hat Japans drittgrößter Energieversorger Chubu Electric Power Company angekündigt, dass er mit dem Internet der Dinge (IoT)-Start-up Nayuta Inc. und dem Softwareunternehmen Infoteria arbeiten würde. Ziel dabei ist es, den Einsatz von Blockchain bei der Nachverfolgung der Ladung von Elektrofahrzeugen zu untersuchen.