Japanische Investment-Plattform soll Menschen

Im Herbst 2017 wurde das von der Hedgefonds-Branche verwaltete Vermögen auf 2,1 Bio. Euro geschätzt. Ein japanisches Unternehmen will den boomenden Markt mit Hilfe der Blockchain-Technologie umgestalten und versucht, die wenigen dominanten Akteure in diesem Sektor herauszufordern, indem es einen Anteil von 1 Prozent des Sektors übernimmt.    

SPINDLE plant, Kryptowährungs-Hedgefonds und Benutzer einfach und auf einem balancierten Niveau zu verbinden und hat Anfang dieses Jahres erfolgreich einen privaten Verkauf durchgeführt. Dieser hat sich hauptsächlich auf Japan konzentriert. Die Investment-Verbindungsplattform will nun global werden. Das auf Blockchain basierende System der Plattform wurde entwickelt, um Investitionen und den Kryptowährungsmarkt für jeden zugänglich zu machen, unabhängig vom Hintergrund oder Vermögen. Ihre Plattform "ZETA" nutzt eine Kombination aus Blockchain- und Smart-Contract-Technologien, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Informationen über Investmentgelegenheiten "mit äußerster Transparenz" bereitgestellt werden. Dadurch können Investoren direkt mit Fondsverwaltern kommunizieren und fundierte Entscheidungen auf Grundlage von zuverlässigen Informationen treffen.

Das Projekt will Fondsmanagern auch wesentlich mehr Informationen über Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Eine Möglichkeit, um dies zu erreichen, ist die Verwendung von Ethereum-Smart-Contracts. Damit wird eine eine transparente und leicht zugängliche Aufzeichnung von allen Transaktionen erstellt, die mit einem Vermögenswert verbunden sind. Sowohl Fondsverwalter als auch private Anleger erhalten über ZETA Zugang zum vollständigen, manipulationssicheren Verlauf eines Vermögenswerts.

"Autonome Menschen" erschaffen

SPINDLE wird von der Blackstar Group mit Sitzen in Schanghai, London und Tokio entwickelt. Das ZETA-System ist in vier Phasen unterteilt.

Die erste ist ZETA-1. Die kostenlose und auf Blockchain basierende Phase ZETA-1 ist ein Überwachungs- und Berichterstattungs-Service, der es Investoren ermöglicht, Fondsprofile und vorangegangene Transaktionen zu bestätigen sowie den Vermögensverwaltungsverlauf visuell darzustellen. Das System ist so konzipiert, dass alle aufgezeichneten Informationen zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr geändert werden können. SPINDLE-Token - oder kurz: SPD - werden auf der Plattform verwendet. Dabei versichert das Whitepaper des Unternehmens, dass Token-Besitzer in den meisten Fällen keine Gebühren oder Provisionen bezahlen müssen. Kryptowährungs-Fonds erhalten auch die Möglichkeit, kostenlos Mitglied zu werden.

SPINDLE sagt, dass daraufhin ZETA-2 veröffentlicht werden soll. Im Projekt heißt es, dass einige der Börsen, die aktuell auf dem Markt sind, zentralisiert und "potentiell gefährlich" seien. Damit bestehe das Risiko, dass die Vermögenswerte gestohlen werden. ZETA-2 will bei diesem Problem Abhilfe schaffen, indem ein "atomar-schnelle verteilte Börse" ins Leben gerufen wird. Diese solle Probleme wie die Skalierbarkeit und Transaktionsverzögerungen beseitigen. Das führe zu einer Benutzererfahrung, die der Verwendung einer zentralisierten Börse ähnlich ist. Dieses System wird durch ein "vertrauensloses Handelssystem" ergänzt. Bei diesem kann ein Investor bezahlen und die Anlagestrategien eines anderen Nutzers nachahmen, ohne dass er Vermögenswerte jemand anderem anvertrauen muss. 

Daten, die von ZETA-1 und ZETA-2 gesammelt wurden, werden von SPINDLE verwendet, um ein "verteiltes Kredit-Punkte-System", bekannt als ZETA-3, einzuführen. Das Projekt erklärt, dass die derzeitigen Mechanismen, die von Kreditvergabestellen verwendet werden, nicht mehr gerecht sind und dass ihre Lösung "unabhängig von bestimmten Einzelpersonen, Unternehmen und Ländern" wäre. Objektive Transaktionsdaten, die aus ZETA-2 gesammelt werden, sowie Bewertungen unter Nutzern schaffen eine "faire und angemessene Bewertung" und ermöglichen den Nutzern eine "realitätsnahe Einschätzung der wirtschaftlichen Freiheit". Von hier aus können die Nutzer SPD-Token aus- und verleihen und diejenigen mit höheren Punktzahlen können "aktive, anspruchsvollere Investitionen" genießen.

ZETA-ROADMAP

Alle drei Phasen ebnen den Weg für das, was SPINDLE als "Kreditautonomie" bezeichnet, wobei ZETA-4 "überwältigend genaue Transaktionsinformationen" sowie auf künstlicher Intelligenz basierende Analysen und Bewertungen verwendet. Damit soll eine "Dominanz" im Vergleich zu herkömmlichen Referenzagenturen erreicht werden.

Roadmap und ICO

SPINDLE sagt, dass das Unternehmen Anfang 2018 damit begonnen hat, die erste Stufe seines ZETA-Systems zu entwickeln. Die dezentrale Börse wird Mitte des Jahres mit der Produktion starten und die Einführung des dezentralen Kredit-Scorings 2019 beginnen. SPINDLE hofft, dass die vierte und letzte Stufe der Kreditautonomie gegen Ende 2019 erreicht sein wird.

Das Projekt wird von dem Hedgefonds-Veteranen Masamitsu Hirai geleitet. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Hirai als Fondsmanager und Berater bei Funai Soken Holdings Inc., als Leiter für Derivate bei einem malaysischen Hedgefonds und als CEO bei einer unabhängigen Investment-Management-Gesellschaft in Japan. Hirai ist auch der CEO von Bullion Japan Inc.

Der SPINDLE-Crowdsale ist für den 9. Mai bis 15. Mai 2018 geplant.

 

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