Die Kryptowährungsbörse Coinbase hat bei der Einführung von Bitcoin Cash laut einem US-Richter nicht betrügerisch gehandelt.

Vorwürfe wegen angeblichem Insider-Handel

In einem Gerichtsbeschluss vom 6. August hat der US-Bezirksrichter Judge Vince Chhabria des Northern District of California (San Francisco) Behauptungen von Händlern zurückgewiesen, Coinbase hätte durch die Einstellung des Handels nach nur zwei Minuten einen Betrug begangen.

Bei dem Urteil handelt es sich um die jüngste Entscheidung einer langwierigen Klage des Händlers Jeffery Berk wegen der Ereignisse vom Dezember 2017.

Damals war BCH erst vier Monate alt und wurde noch an großen Börsen eingeführt. Coinbase fügte die Altcoin zunächst seiner Plattform hinzu, was zu einem starken Preisanstieg, führte. Aufgrund der anschließende Entscheidung, den Handel auszusetzen, konnten Coinbase-Nutzer nicht zu höheren Preisen verkaufen.

Nach dem Vorfall wurde Coinbase weithin des Insiderhandels beschuldigt, wobei Führungskräfte die Märkte durch den Kauf von BCH aufgrund von Insiderinformationen manipuliert haben sollen.

"Die Kläger identifizieren drei möglicherweise anwendbare Gesetze für den "rechtswidrigen" Schritt: den Commodities Exchange Act, die FinCEN-Regeln und die New York State Regulations", fasste Richter Chhabria zusammen.

Er schlussfogerte:

"Selbst wenn Bitcoin Cash eine Ware ist, die dem Warenbörsengesetz unterliegt, erklärt die Beschwerde nicht ausreichend, wie die Einführung den Markt für Bitcoin Cash oder für Bitcoin manipuliert hat. Es beschreibt auch nicht plausibel oder schlüssig Coinbase und Armstrongs Motiv, die Preise zu manipulieren."

Erfolgreicher Antrag auf Einstellung der Betrugsverfahren

Plaintiffs will now have to move forward based on a negligence lawsuit. The BCH launch, Chhabria claimed, was enacted too quickly, engendering problems from the outset.

"Dem Antrag auf Abweisung der Betrugsfälle wird stattgegeben. Die Kläger haben nicht in ausreichendem Maße auf die angeblich betrügerischen Aussagen von Coinbase vertraut", fuhr er fort.

Das Dokument entbindet darüber hinaus den CEO von Coinbase, Brian Armstrong, und den Leiter des Produkts, David Farmer, des Betrugsvorwurfs:

"Darüber hinaus zeichnen die Tatsachenbehauptungen zwar ein überzeugendes Bild eines inkompetenten Starts durch Coinbase, die Beschwerde enthält jedoch keine zusammenhängende Darstellung eines Betrugs durch Coinbase, Armstrong und Farmer."

Melde dich bei unseren Sozialen Medien an, um nichts zu verpassen: X, YouTube, Instagram und Telegram – aktuelle Nachrichten, Analysen, Expertenmeinungen und Interviews mit Fokus auf die DACH-Region.