Kakao Corp. denkt über Privatplatzierung zur Kapitalbeschaffung für Blockchain-Tochterfirma nach

Der südkoreanische Nachrichten-App-Betreiber Kakao Corp. erwägt, eine Privatplatzierung anzubieten, um Investoren anzuziehen, um sein Blockchain-Tochterfirma zu entwickeln. Das geht aus einem Bericht von Bloomberg von heute, 28. Juni, hervor.

Die Blockchain-Initiative der Kakao Corporation Ground X aus Tokio wurde Ende März als Teil des neuen Businessplans namens Kakao 3.0 des Nachrichten-App-Betreibers für die weiteren asiatischen Märkte angekündigt. Bloomberg schreibt, dass Ground X eine Testversion im September veröffentlichen will, wobei die Blockchain-Plattform Ende 2018 in Betrieb gehen soll.

Jason Han, CEO von Ground X, sagte gegenüber Bloomberg, dass die Blockchain-Plattform möglicherweise mit dem Gedanken spielt, im nächsten Monat Kapital aus der Zusammenarbeit mit Kundenservice-Unternehmen, die für Spiele und Content-Sharing genutzt werden, zu erhalten, fügte aber hinzu, dass es keine festen Pläne gebe.

Bezüglich der Diesnte, aus denen Ground X bestehen soll, sagt Han, dass Dienste wie Steemit hinzugefügt werden sollen. In diesem Fall sollen Benutzer für originellen Inhalt mit Kryptowährung belohnt werden. Laut Han werden die Dienste, die Ground X anbieten wird, "praktischer" sein als die, die andere Akteure im Blockchain-Bereich bieten:

"Das größte Problem mit Blockchain ist, dass es keinen einzigen Dienst gibt, den ein normaler Mensch nutzen würde."

Der Ground X-Standort in Japan wurde aus regulatorischen Gründen gewählt, sagte Han, da Initial Coin Offerings (ICOs) in Südkorea nicht legal sind. Dort sind die meisten der 50 Millionen monatlichen Nutzer der koreanischen Chat-App Kakao ansässig. Han erklärt, dass, obwohl Ground X und Kakao zusammenarbeiten werden, es derzeit keine unmittelbaren Pläne gibt, die Kakao-Chat-App auf die Blockchain zu setzen.

Pavel Durovs beliebte Nachrichten-App Telegram expandierte dieses Jahr auch in den Krypto-Sektor und sagte ihre Pläne ab, ein öffentliches ICO zu starten, nachdem ihre beiden Pre-ICO-Runden mit ausschließlich akkreditierten Investoren insgesamt umgerechnet 1,4 Mrd. Euro gesammelt hatten.

Han räumte gegenüber Bloomberg ein, dass es zwar stimmt, dass die Schaffung einer Blockchain-Plattform nichts Neues mehr ist, aber "wir sind hier nicht zu spät dran".

"Wir wissen, dass wir keine Vorreiter der Blockchain-Technologie sind. Aber die Branche entwickelt sich noch."