Südkoreas größte Risikokapitalfirma Korea Investment Partners (KIP) investiert in ihr erstes Blockchain-Start-up namens TEMCO, wie aus einer Pressemitteilung vom 1. Oktober hervorgeht.

KIP ist für seine Investitionen in hochkarätige Unternehmen bekannt. Darunter sind unter anderem Naver, Koreas größte Suchmaschine und Muttergesellschaft der beliebten japanischen Messaging-App LINE, sowie der koreanische Messaging-Riese Kakao. Sowohl LINE als auch Kakao sind mehrere Male in den Krypto-Raum vorgestoßen. Ersterer hat seinen eigenen Krypto-Token und eine eigene Börse eingeführt und Letzterer eine eigene Blockchain-Tochter gegründet.

Laut der offiziellen Webseite ist TEMCO auf Lieferketten-Management-Lösungen spezialisiert, die Smart Contracts auf einer öffentlichen Blockchain nutzen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Produkte sicher und nachvollziehbar zu verfolgen - vom Vertrieb bis zum letztendlichen Verbrauch. Das Start-up wird Berichten zufolge im November 2018 einen Token-Vorverkauf starten.

Die Unterstützung eines Initial Coin Offering (ICO) durch KIP kommt etwa einen Monat nach der umstrittenen Entscheidung der koreanischen Risikokapitalfirmenabteilung, kryptobezogene Geschäfte in die gleiche Kategorie zu stellen, unter der Organisationen fallen, die Bars und Nachtclubs betreiben. Damit wurde Unternehmen in der Branche eine Reihe von Vorteilen, wie zum Beispiel Steuersenkungen, vorenthalten.

Korea ist nichtsdestotrotz weiterhin ein wichtiger Akteur im Krypto-Bereich und hat Berichten zufolge den  drittgrößten Kryptobörsenmarkt der Welt nach den Vereinigten Staaten und Japan. Im Frühjahr signalisierte die südkoreanische Regierung eine positive Neuausrichtung der inländischen Krypto- und Blockchain-Gesetzgebung. Dabei deutete sie an, inländische ICOs wieder legalisieren zu wollen - worüber den Sommer Sommer über fortlaufend diskutiert wurde.

Cointelegraph berichtete im Juli, dass die koreanischen Regulierungsbehörden versprochen hatten, neue Rechtsvorschriften einzuführen, die Blockchain-Investitionen fördern würden. Im selben Monat sollen drei koreanische Ministerien daran gearbeitet haben, den endgültigen Entwurf eines umfassenden Plans für die Klassifizierung der Blockchain-Branche für das Land zu erstellen.

Im August hat das Finanzministerium des Landes angekündigt, dass es 2019 rund 3,8 Mrd. Euro investieren werde, um acht Branchen der heimischen Wirtschaft zu fördern, darunter auch die Blockchain-Branche.

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