US-Lebensmittelorganisation testet Blockchain-Technologie von Mastercard

Topco Associates, eine große Organisation im amerikanischen Lebensmitteleinzelhandel, will die Blockchain-Technologie von Mastercard testen. 

Laut einer Pressemitteilung vom 27. Oktober will Topco eine Überwachungsplattform des Logistikunternehmens Envisible testen. Die Plattform Wholechain basiert auf der Blockchain-Lösung Provenance von Mastercard. 

Topco will die Plattform nutzen, um die Herkunft von Produkten, Fleisch und Meeresfrüchten nachzuverfolgen.

Blockchain: Transparenz für Lebensmittellieferketten

Die Blockchain-Technologie wird in der Lebensmittelindustrie bereits bei mehreren hochkarätigen Unternehmen eingesetzt

Die große amerikanische Einzelhandelskette Walmart verwendet seit Anfang des Monats ebenfalls Blockchain-Technologie, um die Lieferkette für indische Garnelen zu überwachen. Das soll auch das erste Mal überhaupt gewesen sein, dass die Technologie dazu verwendet wurde, um Garnelen aus dem Land zu verfolgen. Walmart China überwacht seine Lebensmittel über seine Lieferkette auf der Thor-Blockchain von VeChain seit Juni.

Der Einzelhandelsriese hat zuvor erklärt, dass das Unternehmen mittels der Blockchain-Technologie Produkte im Falle eines Gesundheitsproblems schneller zurückrufen könne.

Im August kündigte die größte Schweizer Supermarktkette Migros an, dass sie ihre Produkte über das Blockchain-Überwachungssystem von TE-Food verfolgen werde. 

Hilfreich bei Lebensmittellieferketten - aber nur mit Standards

Cointelegraph berichtete kürzlich, dass Alex Manders, der Leiter für Blockchain-Lösungen bei der Information Services Group (ISG), die US-Nahrungsmittelkontrollbehörde FDA aufgefordert hat, klare Richtlinien für Blockchain-Anwendungen zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit bereitzustellen.

Auf einer öffentlichen Sitzung der FDA mit dem Titel "Eine neue Ära der intelligenten Nahrungsmittelsicherheit" sagte Manders, dass die Regulierungsbehörde klare Richtlinien für die sichere Verwendung von Blockchain in Lebensmittellieferketten bereitstellen sollte. 

Die ISG erklärte, dass die größten Herausforderungen bei der Einführung von Blockchain in Lebensmittellieferketten nicht in der Technik liegen. Diese seien eher eine völlige Unkenntnis der bestehenden Blockchain-Infrastruktur sowie von Kooperationsmodellen und Anbietern.