Litecoin Gründer entfacht Debatte um „Bitcoin-Extremismus“

Der Litecoin (LTC) Gründer Charlie Lee hat eine hitzige Debatte innerhalb der Krypto-Community losgetreten, da er in einem Twitter-Eintrag vom 6. Januar die sogenannten Bitcoin-Maximalisten als „Bitcoin-Extremisten“ bezeichnete.

Der entsprechende Eintrag im Wortlaut:

„Einige der selbsternannten Bitcoin-Maximalisten sind in Wahrheit Bitcoin-Extremisten, denn sie behaupten, dass alle anderen Coins betrügerisch und wertlos sind. Die Maximalisten sind der festen Überzeugung, dass Bitcoin die dominante Kryptowährung bleibt, aber es gibt auch Platz für erfolgreiche Altcoins.“

Dem hing Lee noch eine Twitter-Umfrage an, bei der bisher mehr als 24.300 Stimmen abgegeben wurden. Hier sollten die Befragten sich entweder den Gruppen „Bitcoin-Extremisten”, „Bitcoin-Maximalisten“, „Altcoin-Maximalisten“ oder „Coin-lose“ zuordnen. Bei Redaktionsschluss identifizierten sich 9% als „Extremisten“, 48% als Bitcoin „Maximalisten“, 32% als Altcoin „Maximalisten“ und die verbleibenden 11% als „Coin-lose“.

Den Äußerungen von Lee wurde mit Witz und Ironie begegnet, sowohl von Fürsprechern als auch von Kritikern. So meinte ein Krypto-Unternehmer namens Jameson Lopp zum Beispiel: „Bitcoin-Rassisten, wenn ich bitten darf. Das Wort Extremist ist doch so negativ behaftet“.

Ragnar Lifthrasir, Gründer des Blockchain Immobilien Verbandes (IBREA), befand, dass Lee in seiner Ausdrucksweise gar „auf den falschen Pfad“ geraten ist, denn das Wort „Extremismus“ sei lediglich der Versuch, Andersdenkende zu diffamieren.

Im Zuge der Debatte wurde auch das Wort „Maximalisten“ genauer betrachtet. So wäre dies ursprünglich von Altcoin-Projekten als Marketing-Ausdruck erdacht worden. Die herrschende Bitcoin Dominanz war in diesem Zusammenhang ein weiteres Thema. Die Community ist sich insgesamt allerdings einig, dass der freie Markt letztendlich darüber entscheiden wird, welche Projekte erfolgreich sind und welche nicht.

Bei Redaktionsschluss liegt die Marktkapitalisierung von Bitcoin bei 51,8% der gesamten Kryptomärkte, wie Daten von CoinMarketCap zeigen.

Vor wenigen Tagen hat Jed McCaleb, Mitbegründer von Stellar und Mitbegründer der ehemaligen japanischen Bitcoin-Börse Mt. Gox, in einem provokativen Statement behauptet, dass „90% der Krypto-Projekte totaler Bockmist sind“. Dementsprechend freue er sich darauf, dass 2019 in dieser Hinsicht hoffentlich Änderung bringt.

McCaleb nahm dabei ausdrücklich Bitcoin, Ethereum (ETH), Stellar (XLM) und Ripple (XRP) von seiner Kritik aus.