CEO von Kraken: Investoren sollten sich auf eigene Recherche verlassen und nicht auf Börsen

Jesse Powell, der CEO der Kryptobörse Kraken, sagte dass Kryptohändler für die Risiken, die sie bei der Investition in Kryptowährungen eingehen, selbst verantwortlich sind. Das geht aus einem Interview mit CNBC von heute, 13. Februar, hervor.

In einem Interview auf dem Weltgipfel der Regierungen in Dubai sagte Powell, dass er die Verbraucher und nicht die Börsen, als Hauptfaktor bei der Risikobewertung sieht:

"Ich denke, letztendlich müssen die Verbraucher auf sich selbst aufpassen, sich mit den Grundlagen eines Coin befassen und sich nicht auf eine bestimmte Börse verlassen. Nur sie selbst können sich vor Marktschwankungen zu schützen."

Powell sagte zwar, dass Kraken sein Bestes tut, um sicherzustellen, dass jeder gelistete Coin seriös ist, "doch es können keine Versprechen über die Zukunft eines Coin abgegeben werden. Dinge können sich ändern, wenn man in 10 Minuten 1 Milliarde Dollar aufbringt."

Kraken befindet sich in Hinblick auf das Handelsvolumen derzeit auf Platz 8 bei CoinMarketCap. Innerhalb von 24 Stunden bis Redaktionsschluss handelte die Börse insgesamt rund 243,3 Millionen Euro.

Traditionelle Investoren haben oft darauf hingewiesen, dass digitale Währung keinen tatsächlichen Wert hat oder dass ihr aktueller Kurs wie eine Wirtschaftsblase aussieht. Nick Spanos wurde während des Gipfels über die negativen Ansichten von weltberühmten traditionellen Investoren wie Warren Buffett gegenüber Krypto befragt. Spanos, der CEO von Blockchain Technologies Corporation, sagte darauf: "Warren Buffett ist gut darin, Möbel zu mieten, und in den Geschäften, die er so macht. Aber wir sind in einem anderen Geschäft."

Powells Ratschlag an Investoren, ihre Anlagen gründlich zu verstehen, spiegelt ähnliche Ratschläge von anderen internationalen Regulierungsbehörden wieder. Doch die Ratschläge der Regulierungsbehörden sind wesentlich Furcht einflößender. Gestern, am 12. Februar, warnten die EU-Regulierungsbehörden Verbraucher erneut vor dem hohen Risiko, das bei Investitionen in Krypto besteht. Sie betonten auch, dass sie besorgt darüber seien, dass Verbraucher nicht gänzlich verstehen, in was sie investieren, wenn sie in Krypto investieren.