Rund zwei Drittel der Nettozuflüsse in börsengehandelte Spot-Bitcoin-Fonds (ETFs) könnten aus dem Arbitragehandel stammen, behauptet Real Vision CEO Raoul Pal.

"Wenn das stimmt, zeigt das, dass die große Mehrheit der ETF-Zuflüsse nur Arbitrageure sind und der Einzelhandel noch nicht der Haupttreiber ist", so Pal in einem Post vom 11. Juni zu Daten, die von dem Kryptoanalysten und MV Capital-Partner Tom Dunleavy vorgelegt wurden.

Die Daten zeigten, dass die "Top 80 Inhaber" der in den USA ansässigen Spot-Bitcoin -ETFs Hedge-Fonds waren, deren Kapital von verschiedenen institutionellen und privaten Anlegern stammt.

Quelle: Raoul Pal

Die 80 Firmen halten zusammen rund 10,26 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-ETF-Anteilen, was etwa zwei Drittel der 15,42 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen seit der Einführung von Bitcoin-ETFs am 11. Januar ausmacht, laut Daten von Farside Investors.

Der internationale Hedge-Fonds Millennium Management hielt Bitcoin-ETF-Anteile im Wert von 1,94 Milliarden US-Dollar und damit den größten Anteil aller Unternehmen. Am 16. Mai verteilte er seine Bitcoin-ETF-Bestände auf mehrere Emittenten und hielt Anteile an ETFs von Bitwise, Grayscale, Fidelity, BlackRock sowie ARK und 21Shares.

Andere kritisierten jedoch diese Behauptungen von Pal und wiesen darauf hin, dass die 10 US-amerikanischen Bitcoin-ETFs ohne den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) ein verwaltetes Vermögen von 42 Mrd. US-Dollar haben, zuzüglich des Short-Interesses an der CME.

"Die jüngsten Zuflüsse könnten sicherlich auf den Basishandel zurückzuführen sein, aber insgesamt macht der Basishandel weniger als 15 Prozent der gesamten ETF-Flüsse aus", so der Kryptohändler Joseph B.

Pal behauptete, er wisse, dass diese Firmen in erster Linie Arbitrage betreiben, da das "das ist, was die wichtigsten aufgeführten Hedgefonds hauptsächlich tun. Sie sind nicht wirklich direktionale Risikoträger", also Händler, die Entscheidungen auf der Grundlage der erwarteten Richtung des Bitcoin-Kurses treffen.

Beim Arbitrage-Handel geht es darum, kurzfristige Chancen zu erkennen, indem man Diskrepanzen zwischen dem Nettoinventarwert des Bitcoin-ETFs und dem Kurs von Bitcoin, dem Basiswert, aufspürt.

"Wenn man sich diese Liste durchliest, springt einem sofort ins Auge, dass die meisten dieser Leute keine "Buy and Hold"-Investoren sind", so Deep Q Digital-CEO Carlos Zendejas.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Jede Investition und jeder Handel geht mit Risiken einher und man sollte selbst recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

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