Malta soll Vanuatu bei Blockchain- und ICO-Gesetzen unterstützen

Die Staatsbehörden von Malta werden die Regierung der pazifischen Inselnation Vanuatu bei der Bildung von Blockchain-Regulierungen unterstützen, so die Vanuatu Daily Post am Montag, 8. Oktober.

Der Außenminister von Vanuatu Ralph Regenvanu hat Berichten zufolge auf Anraten des Ministerrates die maltesische Regierung um Unterstützung bei der Ausarbeitung von Blockchain-Gesetzen gebeten.

Bei einem Treffen mit dem maltesischen Premierminister Dr. Joseph Muscat und dem parlamentarischen Staatssekretär Silvio Schembri betonte Regenvanu die entscheidende Rolle, die die Schaffung von geeigneten regulatorischen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Industrie und Initial Coin Offerings (ICOs) spielt.

Mitte September gab die Notenbank von Vanuatu (RBV) eine öffentliche Sarnung zu Krypto heraus. In dieser erklärte sie, dass digitale Währungen "in Vanuatu nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt sind und nicht von der Bank ausgegeben oder reguliert werden", so Daily Post.

In der Erklärung wurden außerdem Bedenken der lokalen Behörden geäußert. Die staatlichen Regulierungsbehörden haben dabei die Erteilung von Finanzdienstleistungslizenzen an Krypto- und Blockchain-bezogene Unternehmen ausgesetzt, bis es eine angemessene Regulierung gibt.

Dem Bericht zufolge reagierten die maltesischen Behörden "sofort" auf die Bitte von Regenvanu und boten der Regierung Vanuatu ihre Unterstützung bei der Entwicklung einer angemessenen Gesetzgebung für den Blockchain-Bereich an.

Regenvanu schlug auch die Gründung eines "Commonwealth of Blockchain Islands", also einer Art Bund von Blockchain-Inseln, zur Festlegung von Blockchain-Regulierungsstandards vor. Laut der Vanuatu Daily Post begrüßte Muscat "die Empfehlung des Ministers wärmstens".

Neben der Ausbildung von Ni-Vanuatu-Studenten und staatlichen Regulierungsbehörden sowie der allgemeinen technischen Unterstützung bei der Blockchain-Regulierung sind die maltesischen Finanzbehörden auch darum bemüht, zur Finanzaufsicht Vanuatus etwas beizutragen.

Anfang Juli verabschiedete das maltesische Parlament drei Gesetze, die einen definierten regulatorischen Rahmen und rechtliche Rahmenbedingungen für die Krypto- und Blockchain-Industrie festlegen.

Aufgrund des hohen Entwicklungsniveaus der Blockchain-Industrie sowie des gestiegenen Bewusstseins und der Offenheit gegenüber der Kryptowährungsindustrie ist das Land zu einem beliebten Ort für Krypto-Unternehmen geworden. Darunter auch die großen Kryptobörsen, wie zum Beispiel Binance, OKex und BitPay.

Vor kurzem hat Muscat seine Ansicht geäußert, dass Krypto die "unvermeidliche Zukunft des Geldes" sei, während Blockchain eine transparentere und gerechtere Gesellschaft schaffen könnte.

Im Oktober 2017 gab die Regierung von Vanuatu bekannt, dass das Land Bitcoin (BTC) als Zahlung für sein Staatsbürgerschaftsprogramm akzeptiert. Bei diesem ist eine einmalige Zahlung von umgerechnet rund 174.000 Euro (bei Redaktionsschluss) oder etwa 30 Bitcoins erforderlich.