Die Staatsanwaltschaft des südlichen Bezirks von New York (SDNY) reichte am 18. September einen Antrag ein, der sich gegen den Antrag des Mango-Markets-Exploiters Avraham Eisenberg auf Freispruch oder ein neues Verfahren richtet.

Laut den von den SDNY-Anwälten eingereichten Dokumenten haben die Geschworenen Eisenberg korrekt verurteilt, indem sie einen „Berg von Beweisen“ ausgewertet haben, beginnend mit der Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass Mango Perpetual Swaps dem Commodities Exchange Act unterliegen.

Die Bundesstaatsanwälte betonten in diesem Zusammenhang, dass Eisenbergs Verteidigung – dass die Betrugsvorwürfe in diesem Fall nicht zutreffen, weil der Angeklagte nicht versucht hat, den Marktpreis des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu manipulieren – materiell unrichtig sei, und verwiesen auf das Urteil der Geschworenen hinsichtlich dem Vorwurf der Kursmanipulation. Die Anwälte des Southern District of New York erklärten:

„Die Beweise stützen auch die Schlussfolgerung der Geschworenen, dass der Angeklagte Betrug begangen hat und dass der Betrug wesentlich war. Der Betrug war der Kern des Plans des Angeklagten und notwendig, um ihn zu verwirklichen“.

Schließlich wies die Staatsanwaltschaft des SDNY auch die Anfechtung ihrer Zuständigkeit zurück – mit der Begründung, dass der Southern District of New York für die Verhandlung des Falles zuständig sei, da die meisten wichtigen Mitarbeiter von Mango Markets in Manhattan wohnten.

Quelle: Court Listener.

Der Fall Mango Markets

Mango Markets wurde am 11. Oktober 2022 gehackt, was dazu führte, dass 100 Millionen US-Dollar von der Plattform abgezogen wurden und der Mango-Token (MNGO) innerhalb von 24 Stunden um 52 % einbrach. Nach dem öffentlichkeitswirksamen Angriff bestätigte das Mango-Markets-Team, dass ein Exploit eines Kurs-Oracles für den Angriff ursächlich war.

Eisenberg gab sich später in einem Social-Media-Beitrag als Hacker zu erkennen und verteidigte den Exploit als „legale Aktionen auf einem freien Markt“ – ein Argument, das sein Rechtsbeistand später auch vor Gericht vorbringen würde.

Zwei Monate später, im Dezember 2022, wurde Eisenberg in Puerto Rico verhaftet und anschließend vom Federal Bureau of Investigation (FBI) wegen Betrugs und Marktmanipulation angeklagt.

Der Angeklagte wurde im April 2024 des Betrugs und der Marktmanipulation für schuldig befunden und könnte bei Verhängung der Höchststrafe bis zu 20 Jahre ins Gefängnis gehen.

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