Mastercard Patent will Vorteile Mindestreserve Bankwesens für Krypto zeigen

Das US-amerikanische multinationale Finanzdienstleistungsunternehmen Mastercard möchte die Prinzipien des Mindestreserve Bankwesens auf die Kryptowährung anwenden, heißt es in einer neuen Patentanmeldung, die am 25. Oktober veröffentlicht wurde.

Gemäß dem Dokument, das von dem U.S. Patent & Trademark Office (USPTO) veröffentlicht wurde, plant der Zahlungsprozessor Händlern zu ermöglichen, mit "Blockchain-Währungen" über eine neue Methode des simultanen Krypto- und Fiat-Speichers zu interagieren.

Insbesondere wird auf "Methoden zur Verwaltung von Teilreserven der Blockchain-Währung" Bezug genommen.

Mastercard hat in den letzten Jahren eine gemischte öffentliche Haltung zur Kryptowährung angeboten und in diesem Monat ein weiteres Blockchain-bezogenes Patent gewonnen, während es zusammen mit Visa signalisiert, Kryptowährung und ICOs als "hohes Risiko" einzustufen.

In dem neuen Patent scheint das Unternehmen die Prinzipien des Fiat-Banking-Systems anzuwenden, das seiner Ansicht nach "speziell für die sichere Speicherung und den Schutz von Verbraucher- und Händlerinformationen und -ausweisen konzipiert und konfiguriert ist". In dem Antrag heißt es weiter:

"[...] Die Verwendung traditioneller Zahlungsnetzwerke und Zahlungssystemtechnologien in Kombination mit Blockchain-Währungen kann Verbrauchern und Händlern die Vorteile der dezentralisierten Blockchain bieten, während gleichzeitig die Sicherheit der Kontoinformationen gewahrt bleibt und einen starke Schutz gegen Betrug und Diebstahl bietet."

Das Konzept mag einige Kommentatoren überraschen, da das Mindestreserve Banking - bei dem es keinen Beweis dafür gibt, dass ein Kreditgeber die Mittel hat, die den zugesagten Positionen eines Kunden entsprechen - bei Bitcoin bereits eine transparente Lösung hat.

Noble Bank, die ehemalige Hauptreservebank für kKrypto-Stablecoin Tether (USDT), die fiktiv an den US-Dollar gekoppelt war, behauptete, sie nutze keine Nachreserve und könne beweisen, dass sie für jeden USDT-Token einen Dollar habe, obwohl das Stablecoin-Projekt sich einer öffentlichen Überprüfung entzogen hat.