MasterCard patentiert Blockchain-Technologie zur Bekämpfung von Identitätsbetrug

MasterCard hat ein Patent für ein Blockchain-System zur Lagerung und Verifizierung von Identitätsdaten eingereicht, wie eine Veröffentlichung des Patentantrages vom US-Patentamt (USPTO) vom 12. April bestätigt.

MasterCard gibt zu Protokoll:

"Traditionell wurde der Nachweis [der Identität] durch eine staatliche Identifikation, Kreditkarten, Visitenkarte ... erbracht. [solche] Beweise können ungenau sein ... oder können vollständig in einer Art und Weise hergestellt werden, die schwer zu identifizieren ist ... es besteht ein Bedarf an einer technischen Lösung für die unveränderliche Speicherung von Identitäts- und Berechtigungsdaten. "

Das Patent führt weiter an, wie die dezentralisierte Lagerung von Identitätsdaten auf einem Blockchain-System dazu führt, dass solche Missbräuche verhindert werden. Indem nur berechtigte Netzknoten (Nodes) neue Daten in das System einspeisen bzw. diese aktualisieren können, zielt das Patent auf eine (semi-)private und keine öffentliche Blockchain-Lösung ab.

Nodes, die von MasterCard bestätigt werden wollen, müssen mindestens einen Public Key und einen geografischen Zuständigkeitsbereich nachweisen, um neue Daten-Files zu generieren. Diesen "untergeordneten" Entitäten wird dann eine digitale Unterschrift von einer "übergeordneten" Entität zugeordnet. Ein "Hashing-Modul" auf MasterCards Rechnungsserver generiert ferner einen "Identitätswert" für jede Entität und kreiert darüber hinaus einen Block samt Zeitstempel und eine Aufzeichnung über den zuletzt zur Blockchain hinzugefügten Block.

Auf diese Weise - so schließt das Patent - ermöglicht die Blockchain die "Aufrechterhaltung einer ständig wachsenden Liste von Datensätzen, die gegen Manipulation und Überarbeitung geschützt sind."

MasterCard reichte bereits im November 2017 ein Patent für Sofortzahlungen auf Blockchain-Basis ein und bietet seit Oktober 2017 B2B-Zahlungen über ein Blockchain-System an. Am Sonntag, den 15. April berichtete Cointelegraph, dass MasterCard Irland 175 neue Mitarbeiter auf Dublin rekrutiert und dabei speziell Experten im Bereich Blockchain-Technologien sucht.

Insgesamt scheint die Firma entschieden hinter ihrer pro-Blockchain und anti-Bitcoin-Haltung zu stehen. MasterCard Labs soll laut Angaben bisher über 30 "Patente aus den Bereichen "Blockchain-Tech und Kryptowährungen" eingereicht haben, obwohl der Geschäftsführer unbeirrt nicht-staatlich lizensierte Altcoins als "Müll" bezeichnet. Diese Haltung wurde auch im März deutlich, als ein führender Angestellter bei MasterCard einmal mehr betonte, dass das Unternehmen nur staatliche Kryptowährungen unterstützen werden.