Ryan Selkis ist als CEO des Krypto-Datendienstes Messari zurückgetreten, nachdem er in den sozialen Medien kontroverse Äußerungen über Migranten und einen etwaigen Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten gemacht hat.

Laut einer entsprechenden Mitteilung wird Eric Turner, der Chief Revenue Officer von Messari, das Unternehmen nun zunächst leiten. Turner kam 2018 zu Messari.

„Ich habe beschlossen, meine Rolle als operativer CEO bei Messari aufzugeben und in die Rolle eines Senior Advisor zu wechseln. Das war eine Entscheidung, die ich mir nicht leicht gemacht habe und der ich im letzten Monat sehr nahe war, als ich über die Probleme nachdachte, die mir in der Gesellschaft am meisten am Herzen liegen“, heißt es in der Erklärung von Selkis.

Krypto-Analyst irritiert mit politischen Aussagen

Der Krypto-Unternehmer hat seine politischen Ansichten auf X schon zuvor aktiv geteilt, aber sein jüngster Ton in den sozialen Medien scheint zu viel des Guten gewesen zu sein. „Jeder, der jetzt gegen Trump stimmt, soll in einem verdammten Feuer sterben. Buchstäblicher Krieg“, kommentierte er emotional in einem X-Post nach dem versuchten Attentat auf den ehemaligen Präsidenten Donald Trump am 13. Juli.

Selkis spricht über einen vermeintlichen amerikanischen Bürgerkrieg nach dem Attentat auf Trump. Quelle: Ryan Selkis (Screenshots von Molly White)

In a subsequent discussion with a follower on X, Selkis questioned the individual’s immigration status. After the follower replied that they were a green card holder who had been living in the US for nearly 10 years, Selkis responded by expressing a wish for the user to be deported.

Selkis wünscht einem Mitdiskutanten die Abschiebung. Quelle: Ryan Selkis (Screenshots von Molly White)

In einer anschließenden Diskussion mit einem Follower auf X stellte Selkis dann auch noch den Einwanderungsstatus der betreffenden Person in Frage. Nachdem der Follower geantwortet hatte, dass er eine Green Card besitze und seit fast 10 Jahren in den USA lebe, äußerte Selkis unverblümt den Wunsch, dass der Nutzer abgeschoben werden solle.

Selkis erklärte später, dass er sich privat bei der von ihm beleidigten Person entschuldigt habe.

Wechsel in die Krypto-Politik

Selkis Ankündigung deutete an, dass er sich möglicherweise stärker in die kommenden Wahlen einmischen wird. Nach Angaben des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden wird er seine ganze Aufmerksamkeit der Lösung „systemischer Probleme“ in den Institutionen widmen.

„Persönlich war ich entsetzt über das versuchte Attentat auf Präsident Trump am vergangenen Samstag und angewidert über das Versagen der Medien und der Regierung, nach dem Anschlag Antworten zu finden und die spaltende Rhetorik einzudämmen, die zu dem Anschlag geführt hat. Ich werde all meine Energie darauf verwenden, die grundlegenden Probleme anzugehen, die zu diesen systemischen Problemen in unseren Institutionen geführt haben.“

Messari bestätigte in einem späteren Kommentar, dass Selkis sich deshalb nun der Arbeit in der Krypto-Politik widmen wird.

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