Simon Gerovich, der CEO von Metaplanet, bekräftigt die Bitcoin-Strategie seines Unternehmens, obwohl der Kryptomarkt aktuell insgesamt einen der stärksten Einbrüche seit 2022 erlebt.
„Es gibt keine Änderung an der Strategie von Metaplanet. Wir werden weiterhin stetig Bitcoin akkumulieren, den Umsatz steigern und uns auf die nächste Wachstumsphase vorbereiten“, betonte Gerovich am Freitag auf X.
Die Aktie von Metaplanet schloss am Freitag an der Tokioter Börse mit einem Minus von 5,56 % bei 340 Yen (etwa 2,16 US-Dollar).
Der Krypto-Großinvestor rangiert hinter Strategy, MARA Holdings und Twenty One Capital an vierter Stelle unter den börsennotierten Treasury-Unternehmen mit Fokus auf Bitcoin (BTC). Laut BitcoinTreasuries.NET hielt Metaplanet am Freitag 35.102 BTC.

Kurseinbruch von BTC trifft Treasury-Unternehmen
Am Freitag lag Bitcoin etwa 50 % unter seinem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Der Crypto Fear & Greed Index, ein wichtiges Barometer für die Marktstimmung, fiel in Folge dessen auf den niedrigsten Stand seit dem Terra-Luna-Crash im Mai 2022.
Laut Coinglass wurden am Donnerstag Long-Positionen im Wert von 1,844 Milliarden US-Dollar liquidiert.
Auch Bitcoin-Großinvestoren aus der Unternehmenswelt verzeichneten dementsprechend Verluste in ihren Bilanzen. Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Investor außerhalb der Finanzbranche, verbuchte im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar, da Bitcoin unter den durchschnittlichen Kaufpreis des Unternehmens von 76.052 US-Dollar abrutschte.
Die Aktien von Strategy waren am Donnerstag um 17 % gefallen, obwohl das Unternehmen erklärte, dass seine Kapitalstruktur „stark und widerstandsfähig” sei und bis 2027 keine größeren Schulden fällig würden.
Bitcoin-Treasuries ringen mit unrealisierten Verlusten
Der jüngste Geschäftsbericht von Strategy zeigte zudem, dass das Unternehmen am Montag weitere 855 BTC im Wert von etwa 75 Millionen US-Dollar gekauft hat.
Wie Strategy hat auch Metaplanet keine Pläne signalisiert, seine Investitionen zu reduzieren oder gar seine Bitcoin-Bestände zu verkaufen. Die durchschnittlichen Kosten von Metaplanet für seine Bitcoin-Investitionen belaufen sich laut BitcoinTreasuries.NET auf 107.716 US-Dollar.
Auch Krypto-Treasuries, die auf anderen Vermögenswerten als Bitcoin basieren, spüren allerdings den Druck. Das auf Ethereum spezialisierte Treasury-Unternehmen Bitmine hält rund 1,17 Millionen ETH und verzeichnet damit gleichzeitig mehr als 8,25 Milliarden US-Dollar an nicht realisierten Verlusten.

