Ausgeräumter Mythos: Warum Bitcoin niemals auf Null gehen kann

Bitcoin hat einen so polarisierenden Effekt auf Menschen, dass es zwei gegensätzliche Lager gibt. Zum einen diejenigen, die sagen, dass er durch die Decke schießen wird, und zum anderen solche, die sagen, dass er nichts mehr wert sein wird. Die Zukunft des volatilen, beispiellosen und revolutionären Währungssystems, das die Kryptowährungen darstellen, können nicht viele genau vorhersagen. Aber im Laufe der Zeit scheint sich der Gedanke, dass Bitcoin auf Null geht, immer weiter zu verbreiten.

Eine Reihe von Kommentatoren machten erst vor kurzem - als Bitcoin boomte - die dunkelsten Vorhersagen und warnten Investoren, dass dieses neue Geldsystem - und Investitionsmöglichkeiten - völlig wertlos sein werde.

Bitcoin ist nicht einmal 10 Jahre alt und hat sich von Null auf einen Wert von 17.000 Euro gesteigert. Nun, da wir nun dastehen und der Preis niedriger liegt, als viele gehofft hatten, ist es unsinnig zu glauben, dass er bis auf Null kommen könnte?

"Er geht nach unten"

Es spielt keine Rolle, ob das von skeptischen Freunden am Esstisch oder Dr. Doom selbst, nämlich Nouriel Roubini, kommt: Die Vorhersage, dass Bitcoin auf Null gehen wird, kommt oft als Gegenschlag zu all den Schritten nach vorne, die Kryptowährungen machen.

Als neues und nie vorher da gewesenes Ökosystem, das in etablierten Ökosystemen wie dem Finanzwesen und Geld funktioniert, ist es faszinierend, zu beobachten, wie der volatile Vermögenswert sich macht. An einem Tag steigt er und am nächsten schon wieder am rutschen - aber was gibt Leuten den Anlass, zu denken, dass er insgesamt scheitern wird?

Anfang Februar, als Bitcoin in Richtung 5.153 Euro fiel, machte der Vorsitzende von Roubini Macro Associates Nouriel Roubini - auch bekannt als "Dr. Doom" aufgrund seiner pessimistischen wirtschaftlichen Prognosen - eine kühne Behauptung:

Dr. Doom hatte an diesem Bitcoin-Tiefpunkt Unterstützung von Joe Davis, dem globalen Chefökonom von Vanguard und der Leiter der Anlagestrategiegruppe - erhalten. Dieser schrieb in einem Blog-Post:

"Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der Preis auf Null fällt."

Er deutete aber auch an, dass er bezüglich Blockchain optimistisch sei. Aber diese Trennung von Blockchain und Bitcoin durch Investoren und institutionalisierte Kapitalgeber hat ihre Tücken und wird immer wieder falsch nach dem Motto "Blockkette über Bitcoin" zur Sprache gebracht.

Goldman Sachs hat sich ebenfalls über Kryptowährungen und die Möglichkeit, dass sie auf Null gehen, geäußert. Allerdings mit dem Vorbehalt, dass sich die größeren - und damit stärkeren - entwickeln und überleben werden. Der Leiter für Investment-Forschung Steve Strongin sagte:

"Dass eine der heutigen Kryptowährungen langfristig überleben wird, erscheint mir unwahrscheinlich, auch wenn sich Teile davon entwickeln und überleben könnten. Wegen des fehlenden Eigenwertes werden die Währungen, die nicht überleben, höchstwahrscheinlich auf Null gehen."

Die Gründe, die diese Leute nennen, dass Bitcoin - oder in Strongins Fall, andere Kryptowährungen - auf Null gehen, reichen von Marktmanipulation über Vermögenswert-Blasen bis hin zum Fehlen von Eigenwert. Alle diese Beispiele und Gründe scheinen jedoch mittlerweile etwas veraltet zu sein.

Die schnelllebige Kryptowährungswelt ist aus einer Reihe von Ablenkungen herausgewachsen, vor allem dem Tulpen-Vergleich, der einer von Joe Davis Lieblingsvergleichen ist. In den letzten Monaten gab es eine große Akzeptanz-Welle hinsichtlich der Verwendung von Blockchain und Kryptowährungen, obwohl der Markt in einem Tief liegt.

Die Blockchain- Revolution

Bitcoin und Kryptowährungen sind zwar ein finanzielles und monetäres Phänomen, werden aber dank der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie auch als technologischer Fortschritt eingestuft. Das bedeutet, dass es eine große Akzeptanz-Welle gibt, die über verschiedene Sektoren hinweg stattfinden kann, die Blockchain und Kryptowährungen verwenden können.

Die Akzeptanz, die in letzter Zeit stattgefunden hat, wurde auf der obersten Ebene einiger Sektoren gesehen. Darunter zum Beispiel Banken, Großunternehmen und sogar Regierungen.

Einige globale Großbanken haben große Schritte getan, um zu versuchen, einen effektiven Krypto-Trading-Desk zu entwickeln, den ihre Kunden nutzen können, und einen solchen in ihrem regulären Betrieb anbieten können. Die Banken wollen auf den Kryptowährungszug aufspringen, weil die Nachfrage der Kunden so hoch ist.

Farzam Ehsani, ein ehemaliger Blockchain-Leader bei der Rand Merchant Bank und jetzt Mitbegründer und CEO von VALR, sagte ge