Trotz finanzieller Probleme: NEM Foundation reorganisiert sich

Die Blockchain-Vermögensverwaltungsplattform NEM (XEM) gab bekannt, dass sie ihre gemeinnützige Organisation NEM Foundation trotz finanziellen Schwierigkeiten reformiert habe. Das geht aus einer Ankündigung vom 31. Januar hervor.

Die Foundation, die bisher über ein Budget mit einer monatlichen Verbrennungsrate in Höhe von 9 Millionen XEM (342.000 Euro) verfügte, plant nun, weniger als die Hälfte dieses Betrags auszugeben. Eine neue, gestraffte Einheit soll die Kosten senken.

"Die NEM Foundation hat sich umstrukturiert, regionale Teams eliminiert und durch neu geschaffene, produktorientierte Teams ersetzt", hieß es in der Ankündigung.

NEM fasste die Änderungen zusammen: Die "NEM Foundation, die Sie bisher kannten, gibt es nicht mehr."

Der Anlass für die Veränderungen war Berichten zufolge ein Kapitalmangel und die Kritik an den Ausgaben im alten Foundation-Modell.

Für XEM, so das Unternehmen, sei 2018 ein schwieriges Jahr gewesen. Er verlor im Zuge der anhaltenden Bärenmarktes bei den Kryptowährungen einen erheblichen Teil seines Wertes im Vergleich zu vorhergehenden Höchstständen.

NEM

XEM-Kurs und Marktkapitalisierung 1-Jahres-Chart. Quelle: CoinMarketCap

"Wenn es um die Führung einer effektiven Organisation geht, ist die bestehende Struktur gescheitert. Vielleicht schien das kein großes Problem zu sein, als der XEM-Kurs noch hoch war. Aber jetzt, wo wir eine versuchen, eine funktionierende Organisation im Krypto-Winter aufrechtzuerhalten, ist das ein sehr großes Problem", hieß es weiter im NEM-Post. Außerdem wurde erklärt:

"Der XEM-Kurs ist seit letztem Jahr dramatisch gefallen, so wie viele andere, aufstrebende Kryptowährungsprojekte auch. Jetzt steht die NEM Foundation vor schwierigen Budgetentscheidungen."

XEM/USD liegt bei Redaktionsschluss bei etwa 0,038 Euro und ist damit über den Tag nach der Veröffentlichung der Nachricht um über 8 Prozent gefallen. Anfang Januar 2018 erreichte das Paar ein Allzeithoch von 1,66 Euro.

Im selben Monat noch war der Token Opfer eines Hackangriffs auf die japanische Kryptowährungsbörse Coincheck. Dort wurden Gelder im damaligen Wert von über 463 Mio. Euro gestohlen.

Die Ankündigung von heute hat keine größeren Entlassungen bestätigt. Anders war das in den letzten Wochen allerdings bei Unternehmen, wie etwa Bitmain, Shapeshift und ConsenSys.