Im Anschluss an den schon fast traditionellen Abschwung nach dem Halving haben die Wale nun wieder damit begonnen, Bitcoin anzukaufen, doch können sie den Krypto-Marktführer zum Wochenabschluss schon wieder oberhalb von 60.000 US-Dollar festigen?

Wale kaufen im Eiltempo an

Die Bitcoin-Wale, also Wallets, die mindestens 100 BTC halten, haben zuletzt mehr als 47.000 BTC, die einem Gegenwert von über 2,9 Mrd. US-Dollar entsprechen, angekauft, wie Ki Young Ju, Chef der Analysefirma CryptoQuant, am 3. Mai in diesem Zusammenhang feststellt:

„Die Bitcoin-Wale haben in den letzten 24 Stunden mehr als 47.000 BTC angekauft. Wir gehen in eine neue Phase über.“
Bitcoin-Vermögen der Wale. Quelle: Ki Young Ju

Das zugehörige Diagramm berücksichtigt dabei keine Wallets, die zentralisierten Kryptobörsen und Mining-Unternehmen gehören. Obwohl die Daten zwar die neuen direkten Bitcoin-Indexfonds (ETFs) einberechnen, sind diese laut dem CryptoQuant-Gründer nicht für den aktuellen Aufschwung verantwortlich:

„Dahinter stecken hauptsächlich Custodial Wallets, darunter auch ETFs, aber der Aufschwung steht nicht mit den ETFs in Verbindung.“

Wenig verwunderlich, denn die Nettokapitalflüsse in die Spot-Bitcoin-ETFs sind zurzeit erstmals überwiegend negativ. So verzeichnen die neuen 11 Bitcoin-Indexfonds in dieser Woche einen gemeinsamen Nettokapitalabfluss von 871 Mio. US-Dollar, der größte wöchentliche Abfluss seit Einführung der neuen BTC-Finanzprodukte.

Bitcoin-ETF Kapitalflüsse pro Woche. Quelle: Dune

Wochenabschluss über 60.000 US-Dollar?

Nichtsdestotrotz wird der jüngste Abschwung des Krypto-Marktführers nur als „Kerzendocht nach unten“ eingeordnet, denn mit einem Wochenabschluss oberhalb von 60.000 US-Dollar könnte der Bitcoin-Kurs die psychologisch wichtige Marke schon wieder als neuen Support etablieren, wie der Analyst Rekt Capital zu bedenken gibt:

„Das war wohl nur ein Kerzendocht nach unten im Kursdiagramm. Ein derartiger Wochenabschluss würde diesen Bereich als neuen Support festigen.“
Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: Rekt Capital

Angesichts vergangener Kurszyklen steht dennoch zu befürchten, dass Bitcoin zunächst in der bekannten „Gefahrenzone“ nach dem Halving verbleiben könnte. So meint Rekt Capital:

Quelle: Rekt Capital
„Bitcoin wird mindestens noch eine Woche in der 'Gefahrenzone' nach dem Halving bleiben. Deshalb wäre es nicht außerhalb der Norm, wenn es noch einen größeren Abschwung gibt, wie die Zahlen von 2016 zeigen.“

Auch die Zinspolitik der US-Zentralbank könnte Bitcoin zusätzlichen Auftrieb geben, wie İsa Sertkaya vom Silent Protocol gegenüber Cointelegraph meint:

„Die Marktstimmung hat sich insgesamt verbessert, nachdem die Zentralbank signalisiert hat, dass sie neue Liquidität in die Wirtschaft geben will. Die Arbeitsmarktdaten sind insgesamt besser als erwartet, was ein solches Vorgehen erleichtern würde.“

Die Bitcoin-Trader sollten umso mehr ein Auge auf die 60.000 US-Dollar-Marke haben, denn unterhalb dieses Levels könnten über 700 Mio. US-Dollar an Long-Positionen liquidiert werden, wie Coinglass mahnt.

Bitcoin Liquidation Map. Quelle: Coinglass

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