Neue Studie prüft Blockchain-Einsatz für die integrierte Energiewende

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat eine Studie gestartet, die mögliche Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie für die Energiewende bewerten soll, gab die dena am 16. Mai in einer Pressemitteilung auf ihrer Webseite bekannt.

Die Studie mit dem Namen “Blockchain in der integrierten Energiewende” soll insbesondere bewerten, inwiefern Blockchain-Technologie “für die Koordination der täglich wachsenden Zahl an dezentralen Komponenten des Energiesystems über alle Sektoren hinweg” eingesetzt werden könnte. Unterstützt wird das Forschungsprojekt von zahlreichen, in der Energiewirtschaft tätigen Unternehmen wie etwa EnBW, BKW, Siemens, die cronos Unternehmensberatung, Netz Lübeck und andere.

Der dena-Vorsitzende Andreas Kuhlmann sieht für den Einsatz großes Potential, wie ein Statement in der Pressemeldung verdeutlicht.

“Die Blockchain bietet von der Grundidee her beste Voraussetzungen für den Austausch, die Validierung und die Dokumentation wertvoller Daten in einem integrierten Energiesystem. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem es darum geht zu überprüfen, ob sich die Chancen der Technologie auch in der Praxis technisch, wirtschaftlich und rechtlich realisieren lassen.”

Einen Ausblick auf Einsatzmöglichkeiten der Blockchain gibt die dena zum Start der Studie ebenfalls. Die Blockchain könne “im Energiesystem die Effizienz von Transaktionen erhöhen, direkten Austausch ermöglichen und gleichzeitig die Kosten senken, etwa bei Lade- und Abrechnungstransaktionen für Elektrofahrzeuge.” Dabei sei die Blockchain allerdings nicht konkurrenzlos und müsse etwa im Finanzmanagement oder im Online-Handel mit etablierten IT-Systemen konkurrieren. Die Studie soll herausfinden, welchen Mehrwert die Blockchain-Technologie bieten kann, aber auch wo sie an ihre Grenzen stößt. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2019 vorgestellt werden.

Dass der Einsatz von Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft Vorteile bringt, ist für andere Marktteilnehmer bereits eine ausgemachte Sache. So kündigte mit der Energy2market GmbH (e2m), einer der führenden Stromaggregatoren aus Deutschland, eine Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Swytch an, aus der eine Blockchain-basierte Daten- und Anreizplattform für erneuerbare Energien hervorgehen soll.