Neuseeland: Finanzaufsicht setzt drei weitere Krypto-Plattformen auf schwarze Liste

Die neuseeländische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat drei weitere Krypto-Plattformen auf ihre schwarze Liste gesetzt, in der vor Betrügereien gewartn wird. Das geht aus einer Mitteilung der FMA vom Mittwoch, 12. Dezember, hervor.

OneLife Network Limited und die mit ihr verbundene Organisation OneCoin Limited seien auf die Liste gesetzt worde, weil sie "die Merkmale eines Betrugs aufweisen" und unrealistische Renditen versprechen würden. Darüber hinaus habe die FMA erfahren, dass die genannten Unternehmen Werbeveranstaltungen in Neuseeland durchführen und Investitionen anbieten würden. Damit würden sie gegen die Gesetze des Landes verstoßen, weil sie nicht registrierte Finanzdienstleistungen anbieten.

Eine weitere Kryptofirma namens Bitcoin Revolution Limited stehe unter dem Verdacht, ebenfalls in einen Betrug verwickelt zu sein. Wie Finance Magnates berichtete, stelle das Krypto-Handelsunternehmen auf seiner Webseite verdächtige Behauptungen auf. Als Beispiel dafür wurde die folgende Aussage genannt: "Verdienen Sie ab heute bis zu 1000 Dollar pro Stunde oder mehr".

Zudem verwies die FMA auf ihre Warnung vom Oktober und erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass Bitcoin Revolution Limited fälschlicherweise behauptet habe, dass die derzeitigen oder ehemaligen Ministerpräsidenten und Finanzminister des Landes in Bitcoin (BTC) investieren würden.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, kamen Ende 2017 in den sozialen Netzwerken Gerüchte auf, dass der ehemalige neuseeländische Premierminister Sir John Key 300 Mio. Dollar in BTC halte, die aus seiner Anfangsinvestition von 1.000 Dollar hervorgingen. Key dementierte diese Informationen daraufhin und sagte, dass die ursprüngliche Nachricht von einer gefälschten Webseite veröffentlicht worden seien, die vorgebe, der New Zealand Herald, die größte Zeitung des Landes, zu sein.

Die neuseeländischen Behörden verfolgen bereits auch andere Kryptobetrügereien aufmerksam. Im September warnte die Polizei die Bürger vor Online-Betrug im Allgemeinen, da ein Investor umgerechnet rund 187.000 Euro durch Kryptobetrüger verlor.

Im Oktober und November hat die FMA ebenfalls mehrere Krypto-Unternehmen auf die schwarze Liste gesetzt. Meistens ging es dabei darum, dass diese unrealistische Renditen versprechen oder die erforderliche Eintragungsurkunde von den örtlichen Behörden nicht eingeholt hatten.