US-Fischproduzent setzt SAP Blockchain zur Überwachung seiner Lieferkette ein

Bumble Bee Foods, der größte Fischkonserven-Produzent der USA, hat in Zusammenarbeit mit dem deutschen Software-Hersteller SAP ein Blockchain-System zur Nachverfolgung seiner Lieferkette in der Fischproduktion erstellt. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom 8. März hervor.

Die neue Plattform basiert auf der SAP Cloud Blockchain und soll die gesamte Wertschöpfungskette im Herstellungsprozess von Gelbflossen-Thunfisch transparent machen, vom Fang in Indonesien, bis zum Endkunden.

Die offizielle Ankündigung der Partnerschaft wurde im Rahmen der South by Southwest Konferenz (SXSW) gemacht, die vom 8. – 17. März in der texanischen Hauptstadt Austin stattfindet.

Durch das Blockchain-System sollen die Kunden in der Lage sein, die komplette „Supply-Chain“ nachvollziehen zu können, in dem sie über ihr Smartphone einen QR-Code einscannen, der sich auf der jeweiligen Konserve befindet.

Auf der Blockchain-Plattform sind Daten wie Größe, Gewicht und Standort des gefangenen Fisches verzeichnet, genauso wie Informationen über dessen Echtheit, Frische, Sicherheit und die entsprechende Fischereizulassung.

Oliver Betz, Vize-Präsident bei SAP Innovative Business Solutions, erklärt in diesem Zusammenhang, dass Blockchain-Technologie „für Transparenz und Nachvollziehbarkeit entlang einer Wertschöpfungskette sorgen kann“.

Der französische Lebensmittelkonzern hat kürzlich ebenfalls Blockchain zur Überwachung einer eigenen Lieferkette eingesetzt, in diesem Fall bei der Milchproduktion. Anhand des Blockchain-Systems können Kunden einsehen, wo und wann die Milch produziert und verarbeitet wurde, außerdem ist offengelegt, welche Parteien am Herstellungsprozess beteiligt sind.

Im Januar hatte auch die chinesische Lebensmittelbehörde des Yuzhong Distrikts angekündigt, eine Blockchain-Plattform zur Überwachung der Lebensmittelqualität einsetzen zu wollen.