Novum für Hollywood - Kinofilm wird erstmals über Krypto-Token finanziert

tZERO, der Blockchain-Ableger des amerikanischen Onlinehändlers Overstock, wird die Finanzierung des in der Planung befindlichen Films „Atari: Fistful of Quarters“ organisieren. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom 9. Juli hervor.

Laut Mitteilung hat tZERO sich mit den Produzenten des Films zusammengetan, um eine Kryptowährung namens „Bushnell“ ins Leben zu rufen. Der entsprechende Token soll von der Produktionsfirma Vision Tree vertrieben werden, um darüber Gelder für die Finanzierung des Films einzusammeln. Die Anleger helfen damit aber nicht nur, das Projekt zu realisieren, sondern bekommen im Gegenzug auch Anteile an den Einnahmen des Films. Außerdem erhalten sie Stimmrechte, um über den Trailer oder sogar über die schauspielerische Besetzung mitzuentscheiden.

Der geplante Film soll das Leben des amerikanischen Unternehmers Nolan Bushnell darstellen. Bushnell ist Gründer des Videospielkonzerns Atari und wird deshalb als einer der Urväter der Gaming-Branche angesehen. Der Name des Films „Atari: Fistful of Quarters“ ist dabei einerseits eine Anspielung auf den legendären Western „Für eine Handvoll Dollar“ und andererseits eine Anlehnung an die Tatsache, dass der Atari-Gründer ursprünglich Flipperautomaten repariert hat, die in den USA üblicherweise mit Quarter-Münzen bespielt werden können.   

Die Kooperation zwischen tZERO und Vision Tree schickt sich dabei an, auch in ihrer Zusammenarbeit den Unternehmergeist von Bushnell einzufangen, der stets darauf bedacht war, innovative Wege zu gehen. Overstock Geschäftsführer Patrick Byrne erklärt in diesem Zusammenhang:

„Wir sind schon länger auf der Suche nach einem Partner, mit dem wir die Hollywood-Formel neu erfinden können, um Transparenz und Innovation in eine Branche zu bringen, die sich traditionell gegen den Wandel stemmt. Das Team [von Vision Tree] ist sehr beeindruckend und wir sind begeistert, gemeinsam die tZERO Technologie in der Filmbranche etablieren zu können.“  

Wie es in der Pressemitteilung heißt, wird die Blockchain-Technologie so erstmals dafür genutzt, um ein Filmprojekt zu finanzieren. Allerdings gab es erst vor einigen Wochen eine Meldung, dass die Brasilianische Entwicklungsbank einen Dokumentarfilm über ihren eigenen Ethereum-basierten Token finanzieren will.

Im Jahr 2017 hatte Cointelegraph auch schon über den 21MCoin berichtet, der das Urheberrecht an einem Film „tokenisiert“ bzw. in digitale Kleinteile herunterbricht. Anleger können über den Token ebenfalls an den Umsätzen mitverdienen.