Pakistan will Änderungen an der eigenen Krypto-Regulierung vornehmen, um besser gegen Wirtschaftskriminalität vorgehen zu können, wie die pakistanische Zeitung The Express Tribune am 1. April berichtet.

Die pakistanische Regierung plant im Zuge dessen ein Zulassungsverfahren für Organisationen, die mit elektronischem Geld handeln wollen, durch diesen Schritt sollen besonders Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpft werden. Wie der Fernsehsender Dunya News berichtet hatte, sind Kryptowährungen in Pakistan seit April 2018 verboten, nichtsdestotrotz soll jetzt eine geregelte Zulassung stattfinden, um den Sektor für Regierungsbehörden greifbarer zu machen.

„Diese Form der Regulierung kann dabei helfen, Geldwäsche und Terrorismus zu bekämpfen, gleichzeitig ermöglicht sie die gesetzliche Handhabung von Digitalwährungen in unserem Land“, wie die Express Tribune dahingehend eine anonyme Quelle zitiert.

Am Montag soll in den Büros der pakistanischen Zentralbank eine Einführungsveranstaltung für das neue Prozedere abgehalten werden, auch Finanzminister Asad Umar und Zentralbankdirektor Tariq Bajwa nehmen daran teil.

Ausschlaggebend für diesen Schritt ist wohl eine Aufforderung des Arbeitskreises Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF), das internationale Gremium hatte wiederholt betont, dass Kryptowährungen eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung von Terrorismus spielen.

Im Februar hatte die FATF gegenüber Pakistan gemahnt, dass das Land bisher zu wenig gegen die Bekämpfung dieses Phänomens unternehmen würde.

„In Anbetracht des bisher geringen Fortschritts […] fordert die FATF Pakistan eindringlich dazu auf, unverzüglich die geplanten Maßnahmen umzusetzen, besonders solche, die für Mai 2019 angedacht sind“, so eine Mitteilung des Gremiums.

Vergangene Woche hat die pakistanische Börsenaufsicht SECP unterdessen bekanntgegeben, dass sie gegen neun Unternehmen vorgeht, die in illegale Krypto-Geschäfte verwickelt sind, die wohl betrügerisch agieren.

„Diese Art von Geschäft lockt mit hohen Gewinnen, um nichtsahnende Menschen um ihr hartverdientes Geld zu betrügen“, wie die Aufsichtsbehörde schreibt. Und weiter:

„Die bloße Zulassung durch die SECP bedeutet nicht, dass Unternehmen dadurch einen Freibrief haben, um illegale Aktivitäten aufzunehmen.“

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