Pantera Capital will 153 Mio. Euro Risikokapital aufbringen

Der Krypto-Hedgefonds Pantera Capital will umgerechnet 153,8 Mio. Euro für seinen dritten Risikokapitalfonds aufbringen. Das wäre eine Versechsfachung gegenüber seinem vorhergehenden Fondsziel, wie TechCrunch am 16. August berichtet.

Beim Debüt-Fonds von Pantera im Jahr 2013 hatte das Unternehmen 11,3 Mio. Euro aufgebracht und steigerte sich auf 21,9 Mio. Euro bei seinem zweiten. Laut TechCrunch sagte der Pantera-Partner Paul Veradittakit, dass das neue Ziel eine "Funktion darstellt, wie schnell sich der Raum bewegt, welches Talent hereinkommt, welche Möglichkeiten sich bieten und wie groß die Runden sind":

"Auch mit interessanteren Investitionen in späteren Phasen wollen wir flexibel sein und uns dem Markt entsprechend bewegen können."

Wie eine kürzlich bearbeitete SEC-Anmeldung zeigt, hat Pantera bisher 62,2 Mio. Euro an Kapital von rund 90 Investoren aufgebracht.

Neben den "traditionellen" Risikokapitalfonds hat Pantera drei weitere kryptospezifische Strategien für Investoren entwickelt, die bei Krypto einsteigen wollen, wie TechCrunch erklärt.

Eine funktioniert über einen Hedgefonds, der sich auf Initial Coin Offerings (ICO) konzentriert, der Entwickler mit Investoren verbindet, wenn sich ein Projekt noch im Anfangsstadium befindet, und Investoren dabei hilft, sich in einem ungeregelten und für viele noch unergründeten Raum zurechtzufinden.

Eine weitere ist ein Risikokapitalfonds, der auf bereits börsennotierte Krypto-Vermögenswerte abzielt und dabei sowohl maschinelles Lernen als auch den Input der Fondspartner nutzt, um Investitionen zu optimieren. Wie Veradittakit gegenüber TechCrunch sagte, ist dieser Fonds für folgenden Fall gedacht:

"Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Bitcoin die dominante Kryptowährung bleiben wird, oder wenn Sie an anderen Anwendungsfällen interessiert sind, die auftreten können, oder wenn Sie einfach ein diversifiziertes Portfolio von Vermögenswerten mit asymmetrischen Renditen wie bei Bitcoin aufbauen wollen, oder vielleicht sogar noch mehr, weil sie niedrigere Bewertungen haben."

Außerdem betreibt Pantera weiterhin sein Flaggschiff, den Bitcoin-Fonds, von dem ein kürzlich von der Firma verfasster Medium-Post behauptete, dass man davon eine "lebenslange Rendite von 10.136,15% nach Abzug von Gebühren und Kosten" erhalten würde.

Einige der vorhergehenden Investitionen von Pantera umfassen Berichten zufolge BitStamp, Xapo, Ripple und Circle sowie neuerdings auch Chain, Abra, Veem, Polychain und ZCash.

Wie Cointelegraph berichtete, hat das unternehmensfokussierte Blockchain Startup Axoni diesen Monat ein neues Risikokapital in Höhe von 29,9 Mio. Euro durch eine Finanzierungsrunde unter der Leitung von Goldman Sachs aufgebracht, an der sich zahlreiche weitere ebenfalls beteiligt haben. Darunter die Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz und andere namhafte Banken, wie zum Beispiel Wells Fargo und JPMorgan.