„Lächerlich und Korrupt”: Bitcoin-Fürsprecher Draper kritisiert indische Regierung scharf

Der bekannte Bitcoin-Fürsprecher und Großinvestor Tim Draper hat die indische Regierung am 16. Juli auf Twitter scharf angegriffen, nachdem es zuvor Gerüchte gab, dass Indien ein vermeintliches Verbot von Kryptowährungen durchgesetzt hat.

Draper hält Gesetzentwurf scheinbar für Verbot

Draper, der vor einigen Monaten schon in Argentinien für eine Nutzung von Bitcoin (BTC) geworben hatte, um der dortigen Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen, nahm bei seiner jüngsten Kritik kein Blatt vor den Mund und beschimpfte die indische Regierung gar als „lächerlich und korrupt“. Dabei konnte er seine etwaige Wut kaum im Zaum halten:

„Das sind schlechte Menschen! Die indische Regierung hat Bitcoin verboten, eine Währung, die der dortigen Bevölkerung viel Hoffnung gegeben hat. Die indische Regierung ist eine Schande!”

Anschließend bemühte sich die Twitter-Community, darunter auch viele Nutzer aus Indien, um Richtigstellung der Vorwürfe von Draper, der scheinbar einen ersten Gesetzentwurf mit der tatsächlichen Umsetzung eines Verbotes verwechselt hat.

Der Großinvestor ist als leidenschaftlicher Bitcoin-Fürsprecher bekannt, der für eine freiheitliche Nutzung der Kryptowährung eintritt und eine staatliche Reglementierung weitestgehend ablehnt.

Bei Redaktionsschluss hat Draper noch nicht auf die Kritik seines Tweets reagiert.

Verabschiedung des Verbots noch in weiter Ferne

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hat ein indischer Rechtsanwalt einen Beleg für den entsprechenden Gesetzentwurf veröffentlicht, der in Indien ein Verbot von Kryptowährungen zur Folge haben könnte.

Darin ist vorgesehen, dass die Regierung eine digitale Version der Indischen Rupie einführen will, die gleichsam als einzige Digitalwährung in dem Land erlaubt sein soll.

Allerdings wird betont, dass es sich bei der digitalen Rupie nicht um eine Kryptowährung handelt, Kryptowährungen wie Bitcoin wären dann jedoch allesamt verboten.

Auf den Besitz, den Handel und das Mining von Kryptowährungen sollen sogar bis zu 10 Jahren Gefängnis stehen, wie es der neue Gesetzentwurf vorsieht.

Allerdings liegt der Entwurf dem indischen Parlament noch nicht zur Abstimmung vor und es ist fraglich, ob er in dieser Form überhaupt verabschiedet werden kann, weshalb die Kritik von Draper womöglich etwas vorschnell ist.

Mit dem Wunsch nach einer strengeren Regulierung von Bitcoin steht Indiens Regierung aber nicht allein da, so hatte sich gestern auch das Weiße Haus extrem kritisch gegenüber Bitcoin gezeigt.