Hafenbehörde von Valencia tritt IBM- und Maersk-Blockchain-Projekt für Versand bei

Die Hafenbehörde von Valencia (PAV) in Spanien hat sich in die TradeLens-Plattform, einem Blockchain-Ökosystem integriert. Dieses wurde gemeinsam von IBM und dem Schifffahrtsriesen Maersk entwickelt, wie aus einer offiziellen Mitteilung vom 5. November hervorgeht.

Die im August 2018 lancierte TradeLens-Plattform wendet die Blockchain-Technologie auf globale Lieferketten an. Das Produkt soll die Effizienz und Sicherheit des Handels verbessern. Dabei können alle Beteiligten der Lieferkette, einschließlich Reedereien, Hafen- und Terminalbetreiber, Zollbehörden und andere Parteien, interagieren und auf Transportdaten und -dokumente zugreifen.

Laut der Ankündigung hat sich die PAV als "Frühanwender" in das TradeLens-Projekt integriert. Damit soll der Hafen zur frühen Entwicklung der Plattform beitragen. Derzeit gibt beim TradeLens-Ökosystem über 20 Teilnehmer.

TradeLens hat Berichten zufolge bereits 154 Millionen "Daten-Sendeereignisse", wie zum Beispiel Containerverschiffung, Lagerzeit und Zolldokumentation, verarbeitet. Berichten zufolge kann die Plattform die Lieferzeiten um 40 Prozent reduzieren.

Die PAV kündigte zunächst an, Anfang Oktober einen "intelligenten Hafen" auf Basis von Blockchain und Big Data-Technologien schaffen zu wollen. Jose Garcia De La Guia, der für die Implementierung neuer Technologien bei der PAV verantwortlich ist, erklärte, dass Blockchain die Logistik auf globaler Ebene verbessern und dazu beitragen könnte, "papierlose Häfen" zu schaffen und die Wartungszeiten zu reduzieren.

Auch andere Häfen wollen die Blockchain-Technologie in ihren Betrieb integrieren. Letzten Monat hat sich der größte Hafen in Europa, nämlich der Rotterdamer Hafen, mit der niederländischen Großbank ABN AMRO und der IT-Tochter von Samsung zusammengetan, um Blockchain im Versand zu testen. Die Teilnehmer des Blockchain-Versuchs erwarten, dass die Technologie dazu beitragen werde, die Lieferzeiten zu verkürzen und Finanztransaktionen zu vereinfachen.

Im September unterzeichnete der führende Hafenbetreiber in Großbritannien, Associated British Ports, eine Vereinbarung mit dem digitalen Logistikdienstleister Marine Transport International. In dieser geht es um die Entwicklung von Blockchain für seine Hafenlogistik. Berichten zufolge erwartet das Unternehmen, dass eine Blockchain-Implementierung den Zeitaufwand für die manuelle Überprüfung verstreuter Daten reduziert.