„Ziemlich sauer”: Coinbase-Mitarbeiter unzufrieden wegen Entlassungen

Die amerikanische Kryptobörse und Wallet-Anbieter Coinbase hat „mindestens“ 15 Mitarbeiter entlassen, nachdem dieses Jahr 250 neue Personen eingestellt wurden. Dies berichtet Yahoo Finance am 26. Oktober unter Berufung auf unbekannte Quellen.

Allerdings ist diese Kehrtwende in der Personalpolitik des Unternehmens wundersam, da man zugesagt hatte, die Anzahl der Mitarbeiter laufend zu erhöhen, um mit der zunehmenden Nachfrage Schritt zu halten. Die Firma bestätigte die Entlassungen aber nun im Rahmen einer Mitteilung über zukünftige Personalplanungen.

„Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass Teams, die sich am gleichen Standort befinden, effektiver, effizienter und zufriedener sind“, wie Yahoo die Mitteilung zitiert. Weiter heißt es:

„In Zukunft werden einige Teams – darunter Kundenservice, Abteilung für Betrug und die Rechtsabteilung – nur noch direkt für die Arbeit in Coinbase-Büros einstellen.“

Coinbase wollte nicht bestätigten, wie viele Personen entlassen wurden, jedoch meinen „Insider“ aus dem Unternehmen, dass die Zahl mindestens 15 sei.

„Die Mitarbeiter hier sind ziemlich sauer über die Sache und bisher haben unsere Vorgesetzten das Ganze schlecht kommuniziert“, so eine Quelle gegenüber Yahoo.

Coinbase sah sich Anfang 2017 ebenfalls starker Kritik ausgesetzt, als ein Ansturm von neuen Benutzern dazu führte, dass die Kryptobörse eine Reihe technischer Probleme bekam. Daraufhin versprach die Geschäftsführung, die Anzahl der Mitarbeiter bedeutsam auszubauen, um Kundenbeschwerden abzuarbeiten.

Bevor die neuen Entlassungen bekannt wurden, lag die Anzahl der Coinbase Mitarbeiter im September bei 500, wovon die Hälfte erst dieses Jahr in das Unternehmen gekommen war.

Im Oktober soll die Firma mit 8 Mrd. US-Dollar bewertet worden sein und das noch ehe man einen möglichen Börsengang offengelegt hatte.