Der größte europäische digitale Verlag Axel Springer SE hat sich mit dem Blockchain-Start-up SatoshiPay zusammengetan, um direkte Zahlungen über Blockchain zu ermöglichen. Das geht aus einem Bericht der Investment-Nachrichtenagentur London South East vom 31. Januar hervor.

Das Blockchain-Mikrozahlungsunternehmen SatoshiPay hat Berichten zufolge am 31. Januar begonnen, mit Axel Springer an der Entwicklung einer Plattform zusammenzuarbeiten, die es Lesern ermöglicht, Inhalte mittels einer SatoshiPay-Wallet zu bezahlen.

Laut dem Artikel soll die neue Blockchain-Lösung direkte Zahlungen ermöglichen und dabei die Beteiligung von Dritten überflüssig machen. Diese soll in die Produkte von Axel Springer integriert werden, um herauszufinden, inwieweit die Nutzer diese annehmen.

Die Pressemitteilung wurde von der auf Technologie ausgerichteten Investmentfirma Blue Star Capital (BLU) vorgelegt, die Berichten zufolge 30 Prozent der Anteile an SatoshiPay hält. Blue Star Capital verzeichnete nach der Bekanntgabe der Partnerschaft einen Kursanstieg. Die Aktien sollen am 31. Januar um 20 Prozent auf 0,16 Pence (0,18 Euro) gestiegen sein, wie die britische Boulevardzeitung Morningstar berichtete.

Valentin Schöndienst ist der leitende Vizepräsident für neue Geschäftszweige bei Axel Springer und wird auch "Mr. Blockchain" genannt. Er erklärte, dass Blockchain-Technologie das Potenzial habe, eine neue Möglichkeit für die Monetarisierung von Inhalten zu schaffen, indem sie die Transaktionskosten deutlich reduziert.

Axel Springer SE ist das größte digitale Verlagshaus in Europa, dem eine Reihe von Medien-Titeln gehört. Darunter sind etwa Business Insider, Rolling Stone und andere. Im Geschäftsjahr 2015 soll das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 3,3 Milliarden Euro erzielt haben.

Anfang Januar ist die Blockchain-Tech-Firma ConsenSys einem Projekt zur Entwicklung einer neuen umsatzgenerierenden Nachrichtenplattform von WordPress, dem weltweit beliebtesten Webseiten-Managementsystem beigetreten. Mit einer Investition von umgerechnet über 300.000 Euro schloss sich ConsenSys führenden Verlagsunternehmen, wie etwa Google News, The Lenfest Institute for Journalism und The John S. and James L. Knight Foundation an.

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