Top-Banken investieren Millionen in Projekt für digitales Bargeldabwicklung

Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sein wollen, behaupten, dass einige der weltweit führenden Banken derzeit umgerechnet rund 44,7 Mio. Euro in den Aufbau eines Blockchain-basierten digitalen Kassensystems für die Abwicklung von Transaktionen investieren würden. Reuters berichtete am 17. Mai darüber.

Zuvor hatten die Schweizer Bank UBS Group AG und das Londoner Technologie-Startup Clearmatics im Jahr 2015 ein Projekt für einen Blockchain-basierten Währungsabwicklungs-Coin vorgestellt, wie Cointelegraph damals berichtete.

Eine der Quellen von Reuters hat gesagt, dass die an der jüngsten Initiative etwa ein Dutzend Großbanken beteiligt seien, die in ein neues Unternehmen namens Finality investieren würden. Dieses könne bereits im Jahr 2020 eröffnet werden. Der Deal sei allerdings noch nicht abgeschlossen worden, so dass sich konkrete Details in dieser Angelegenheit noch ändern könnten.

Die Banken, die sich an der jüngsten Investitionsrunde im Umfang von umgerechnet 44,7 Mio. Euro beteiligt hatten, wurden nicht genannt. Reuters erklärte jedoch, dass unter den Banken, die sich zuvor am UBS-Projekt beteiligten, etwa UBS, Banco Santander, Bank of New York, Mellon Corp, State Street Corp, Credit Suisse Group AG, Barclays PLC, HSBC Holdings Plc und Deutsche Bank AG gewesen seien.

In einer Erklärung, die Reuters zukam, wollte ein Sprecher von Barclays sich nicht zu diesem mutmaßlichen Deal äußern. Er merkte allerdings an:

"Wir sind am UBS-Projekt beteiligt und können bestätigen, dass die Forschungs- und Entwicklungsphase zu Ende geht."

Die Vertreter anderer Banken wollten sich gegenüber Reuters nicht dazu äußern.

Wie Cointelegraph berichtete, hat der US-Bankenriese JPMorgan Chase dieses Jahr bekanntgegeben, einen eigenen Blockchain-Coin namens "JPM Coin" herausgeben zu wollen. Dieser soll die Abwicklungseffizienz steigern.