Studie: Nur 30% aller Stablecoins sind tatsächlich auf dem Markt

Lediglich 66 Stablecoins, das sind nur 30% aller geplanten entsprechenden Tokens, befinden sich tatsächlich im Betrieb. Dies geht am 26. Juni aus einer Studie des Blockchain-Marktforschungsinstituts Blockdata hervor.

Demnach befinden sich die restlichen 70% entweder noch in der Entwicklung oder wurden schon wieder eingestampft.

Als logische Konsequenz erwartet Blockdata, dass zwischen 2019 – 2020 so viele Stablecoins herausgebracht werden, wie nie zuvor. Demnach könnten allein 2019 insgesamt 119 neue Coins an den Start gehen.

Die Marktforscher haben in diesem Zusammenhang auch untersucht, woran die eingestampften Stablecoins gescheitert sind. Als gemeinsamer Nenner stellate sich dabei heraus, dass der Großteil der gescheiterten Stablecoins an einen Rohstoff angebunden war, wie zum Beispiel Gold. Demnach sind Coins die mit Gold abgesichert waren, fast zu zwei Dritteln gescheitert.

Im Hinblick auf diejenigen Stablecoins, die mit Fiat-Währungen abgesichert waren, haben die Marktforscher mehrere Gründe für deren Scheitern ausgemacht, darunter Volatilität (Kursschwankungen), Probleme bei der Verwahrung und Betrugsfälle.

Des Weiteren weist die Studie darauf hin, dass die meisten Stablecoins auf Ethereum basieren. Insgesamt konnten 15 verschiedene Blockchains als jeweiliges Grundgerüst ausgemacht werden, wobei Ethereum mit 50% aller Stablecoins der klare Vorreiter ist. Danach folgen Bitshares und Stellar auf Platz 2 und 3.

Außerdem machen Stablecoins, die durch einen externen Vermögenswert abgesichert sind (z.B.: Gold oder Währungen), fast die Gesamtheit aller Stablecoins aus, so fallen 95% in diese Kategorie. Damit sind alternative Methoden, wie zum Beispiel die rechnerische Stabilisierung, klar im Hintertreffen.

Wie zuvor berichtet, hat Steve Forbes, der Namensgeber der amerikanischen Business-Zeitung Forbes, Mark Zuckerberg zuletzt dazu geraten, den geplanten Facebook Stablecoin Libra mit Gold abzudecken.

Forbes vermutet, dass Gold die höchste Wertstabilität geben würde, da das Edelmetall gemeinhin als marktführendes Wertaufbewahrungsmittel bekannt ist, so sagt er:

„Aus verschiedenen Gründen ist der intrinsische Wert von Gold besser als alles andere. Es ist wortwörtlich das Maß der Dinge. Es ist Quatsch anzunehmen, dass die mögliche Umlaufmenge dadurch begrenzt ist. Allerdings kann es für Libra erreichen, was momentan keine andere Währung der Welt von sich behaupten kann, und zwar, einen festen Wert zu haben.“