Avraham „Avi“ Eisenberg, der wegen Betrugs und Marktmanipulation im Zusammenhang mit der dezentralen Kryptobörse Mango Markets verurteilt wurde, wird am 10. April sein Strafmaß erhalten.
In einem am 8. Januar beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York (SDNY) eingereichten Antrag vertagte Richter Arun Subramanian die Anhörung zur Verurteilung Eisenbergs auf Antrag seiner Anwälte auf den 10. April. Ursprünglich sollte er in einer Anhörung am 12. Dezember bereits sein Strafmaß zugesprochen bekommen, was später jedoch auf den 11. Februar verschoben wurde, nachdem er bereits im April 2024 verurteilt worden war.
Das Anwaltsteam des Mango-Markets-Betrügers beantragte am 7. Januar einen Aufschub aufgrund „der Faktenlage des Falles und der Komplexität einiger Fragen im Zusammenhang mit der Verurteilung“. Die US-Staatsanwaltschaft erhob keine Einwände gegen die Änderung.
Antrag auf Aufschiebung des Termins zur Strafmaßfindung. Quelle: Courtlistener
Eisenberg war dafür verantwortlich, dass Mango Markets im Oktober 2022 durch eine Sicherheitslücke gehackt wurde, wodurch mehr als 100 Millionen US-Dollar von der Plattform abgezogen wurden. Er zahlte rund 67 Millionen US-Dollar zurück, behielt aber mehr als 40 Millionen US-Dollar ein. Die US-Behörden verhafteten Eisenberg im Dezember 2022, und er befindet sich seit etwa zwei Jahren in Haft.
Bei einer Verurteilung zur Höchststrafe, die nacheinander verbüßt werden muss, könnte Eisenberg 20 Jahre hinter Gitter wandern.
Nach seiner endgültigen Verurteilung könnten Eisenberg obendrein noch zivilrechtliche Strafverfolgungsmaßnahmen der US-Börsenaufsicht SEC und der Handelsaufsicht CFTC drohen. Beide Verfahren wurden im März 2023 ausgesetzt und könnten nach Abschluss des Strafverfahrens wieder aufgenommen werden.
Die SDNY-Staatsanwälte waren in den letzten Monaten und Jahren für die Verhandlung von Fällen gegen viele hochrangige Persönlichkeiten der Kryptoindustrie verantwortlich, darunter der ehemalige FTX-CEO Sam Bankman-Fried, der Terraform Labs-Mitbegründer Do Kwon und der ehemalige Celsius-CEO Alex Mashinsky. Kwon, der kürzlich von Montenegro an die USA ausgeliefert wurde, soll im Januar 2026 vor Gericht gestellt werden.
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