Ripple-CEO vergleicht Bitcoin mit Napster

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple (XRP), glaubt, dass der Einfluss von Bitcoin (BTC) auf die Kryptowährungskurse schließlich sinken wird. Das geht aus einem Bericht von CNBC von gestern, 30. Mai, hervor.

Garlinghouse, der Kryptowährung als "aufkeimende Industrie" bezeichnete, sagte gegenüber Reportern, dass "im Laufe der Zeit ein rationalerer Markt und Verhaltensweisen, die das widerspiegeln, zu sehen sein werden". Er fügte hinzu:

"Es wird dabei eine kleine Korrektur geben, bei der viele Akteure im Raum, die nicht wirklich ein echtes Problem lösen, ausgemerzt werden."

Bei einer Konferenz diese Woche sagte Garlinghouse, dass Bitcoin möglicherweise so enden könnte, wie der jetzt nicht mehr existierende Musikdienst Napster, TechCrunch gestern berichtete. Er erklärte, dass Napster "uns gezeigt hat, was möglich ist, aber am Ende waren es Spotify und iTunes und Pandora, die als Sieger hervorgingen, weil sie sich mit den Regulierungsbehörden eingelassen haben".

Der Ripple-CEO sprach auch mit CNBC über die Krypto- und Wertpapierregulierung in den USA. Er reagierte dabei darauf, dass eine ehemaliger US-Regierungsbehördenmitarbeiter letzten Monat sagte, dass sowohl Ripple als auch Ethereum (ETH) wahrscheinlich als nicht registrierte Wertpapiere angesehen werden könnten. Nach Ansicht von Garlinghouse ist der Coin nach US-Recht kein Wertpapier, da der Besitz von XRP nicht mit dem Besitz von Aktien eines Unternehmens vergleichbar ist:

"Wenn Sie XRP besitzen, haben Sie keine Rechte am Gewinn oder Dividenden des Unternehmens. XRP hat einen echten Nutzen.”

Garlinghouse merkte jedoch an, dass das Unternehmen "ein Befürworter von 'ja, die Regierung sollte sich einmischen'" und sagte:

"Die SEC engagiert sich, wie es sich gehört, weil es Betrügereien gab [...] die Regierung sollte Investoren und Unternehmen schützen, aber es gibt auch Beispiele für echten Nutzen."

Die US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) hat vor kurzem "Operation Cryptosweep" in Zusammenarbeit mit den kanadischen Behörden gestartet. Dabei werden potentiell betrügerische Kryptofirmen und Initial Coin Offerings (ICO) untersucht. Die SEC hatte Anfang März auch mit der Durchführung von Prüfungen bei Kryptowährungs-Unternehmen begonnen.