Ripple-Hass: Ist der Ripple ein Wolf im Schafspelz?

Kryptowährungspuristen haben neue Coins schon seit jeher anhand von ein paar wichtigen Faktoren bewertet. An der Spitze dieser Liste war immer schon die Dezentralisierung. Allerdings hat sich eine zentralisierte Währung im Kryptowährungsmarkt ganz offensichtlich versteckt. Aber der Boom, durch den sie Ende letzten Jahres eine der Top-Anlagegenstände im Kryptobereich geworden ist, hat ihr viel Feindseligkeit eingebracht.

Woher kommt der Rippel auf dem Markt?

Ripple ist ein Token, der vom gleichnamigen Unternehmen eingeführt wurde und den Zweck hat Transaktionen zwischen großen Finanzkonzernen leichter zu machen. Er war im Laufe des Jahres 2017 sehr erfolgreich beim erreichen dieses Zieles, da Partnerschaften mit einigen großen Banken entstanden sind.

Trotz der Zusammenarbeit mit Zentralbanken, ist die Zentralisierung des Ripple der Grund, das viele Leute dagegen Sturm laufen. Als das System 2013 eingeführt wurde, hat das Entwicklerteam viele wichtige Funktionen entfernt, die man bei den meisten anderen Kryptowährungen findet.

Das wurde deshalb getan, damit der Token auf diese großen Finanzinstitutionen zugeschnitten ist, was auch in Ordnung und wahrscheinlich notwendig ist. Aber problematisch wird es, wenn man den Ripple im selben Atemzug wie Bitcoin oder andere sehr dezentralisierte Digitalwährungen erwähnt.

Ripple gibt seine Token zentralisiert aus, was ganz im Gegensatz zu anderen Coins steht, die von Leuten, die Rechnerleistung bereitstellen, um sie anzuhäufen, geschürft und attraktiv gemacht werden.

"Er ist keine Kryptowährung"

Viele aus der Gemeinde, darunter auch Schöpfer von anderen Coins, haben die Definition von Ripple als Kryptowährung scharf kritisiert.

"Eigentlich bin ich gar nicht wirklich frustriert oder böse wegen Ripple. Es ist frustrierend, dass die Gemeinde heutzutage allgemeine Wissenslücken haben (d.h. Ripple ist ein Symptom, aber nicht das eigentliche Problem)" sagt Reddit-User thieflar, einer der Moderatoren auf dem Bitcoin-Subreddit gegenüber Inverse.

"Die Tatsache, dass Ripple als "Kryptowährung" bezeichnet wird und auf Seiten wie CoinMarketCap vertreten ist, wird seit vielen Jahren schon als überwiegend irreführend und falsch angesehen" fügt thieflar hinzu.

Der Schöpfer von Litecoin, Charlie Lee, hat gesagt, dass er sogar der Meinung ist, dass Ripple nicht als Kryptowährung zu betrachten sei.

Außerdem hat der Cointelegraph-Autor Joseph Young eine ähnliche Meinung zu dem Thema.

Ripple erzeugen

Trotz der geteilten Meinungen zu Ripple, hat er 2017 stark zugelegt und ist um 36.000 Prozent gestiegen. Das hat dafür gesorgt, dass er mit seinem Börsenwert für eine Weile auf Platz zwei bei Coinmarketcap war.

Doch auch dieser Erfolg wurde scharf kritisiert.

"Es scheint so, als ob der seit mehreren Jahren steigende Kryptowährungsmarkt nun an einem Punkt angelangt ist, an dem Neulinge einfach wahllos kaufen, ohne genau zu wissen, was sie denn da eigentlich kaufen. Alles was sie sehen ist "Es ist eine Kryptowährung, also kann man Geld damit machen" und Ripple hat es geschafft, in diesen Wahnsinn zu geraten" sagt thieflar weiter.

Die Antwort?

Interessanterweise ist Ripple selbst der Meinung, dass er nicht wahllos gekauft werden sollte, nur um Profite zu schlagen.

"Private Börsen und Liquiditätsgeber könnten zusätzliche XRP für den Handel zurückhalten. Ripple (das Unternehmen) bewirbt XRP nicht als Spekulationsinvestment" heißt es in deren Gateway-Ratgeber.