Vier große Blockchain-Unternehmen gründen Vereinigung "Blockchain for Europe"

Vier große Blockchain-Unternehmen haben die Vereinigung "Blockchain for Europe" gegründet, so eine Pressemitteilung vom 5. Dezember. Die Vereinigung will das Verständnis und eine proaktive Regulierung von Blockchain und anderen Distributed-Ledger-Technologien (DLTs) auf dem gesamten Kontinent fördern.

Die vier teilnehmenden Unternehmen sind Ripple, die NEM Foundation, Emurgo, das Handelsgeschäfte auf Basis der Cardano-Blockchain unterstützt, und das "Smart Ledger"-Entwicklungsunternehmen Fetch.AI. Die Unternehmen haben erklärt, das Ziel der Vereinigung sei es, sich mit der "fragmentierten" politischen Debatte der Europäischen Union um Blockchain zu beschäftigen. Diese sei laut den Unternehmen durch "widersprüchliche" Informationen von Leuten außerhalb dieser aufstrebenden Branche verzerrt.

Um daran was zu ändern, will die neu gegründete Vereinigung die Mitglieder der EU und Institutionen der Mitgliedstaaten über das Potenzial der Technologie aufklären. Sie werde sich auch für eine zukünftige "intelligente" Regulierung einsetzen, die die Innovation fördern und dem Kontinent dabei helfen soll, für Blockchain eine "globale Agenda zu gestalten".

Am 27. November veranstaltete die Vereinigung zusammen mit den vier größten Gruppen im Europäischen Parlament in Brüssel einen Blockchain for Europe-Gipfel: Diese vier Gruppen sind die Fraktion der Europäischen Volkspartei, die Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, die Europäischen Konservativen und Reformisten und die Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten.

Die internationale Konferenz befasste sich mit dem Potenzial der Blockchain in verschiedenen Sektoren und Anwendungsfällen, darunter Governance, Gesundheitswesen, Verkehr, Handel, Identität, Finanzmarktinfrastruktur und Token/Kryptowährungen.

Anfang dieses Herbstes wurde Italien der jüngste EU-Mitgliedstaat, der einer weiteren regionalen Industriegruppe, der European Blockchain Partnership, beigetreten ist. Zu deren Mitgliedern gehörten davor bereits Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, die Niederlande und Irland. Die Partnerschaft hat sich zum Ziel gesetzt, "eine europäische Blockchain-Dienstleistungsinfrastruktur (EBSI) aufzubauen, die die Erbringung grenzüberschreitender digitaler öffentlicher Dienstleistungen mit höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards fördert".