Ripple: Partnerschaft mit weltweit drittgrößter Fintech-Firma Finastra

Finastra, das drittgrößte Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt aus London, hat eine Partnerschaft mit Ripple geschlossen, damit seine Kunden Zugang zum Blockchain-Netzwerk RippleNet erhalten.

Wie die Fintech Times am 16. Oktober berichtete, sollen über 200 Ripple-Kunden im Rahmen der Zusammenarbeit dieser beiden Unternehmen gegenseitig auf das umfangreiche Bankennetzwerk von Finastra zugreifen können, an dem 48 der 50 größten Banken weltweit beteiligt sind. 

"Globaler Riese" in Sachen Finanzsoftware als Partner

Finastra ging im Jahr 2017 nach einer Fusion zwischen Misys und D+H hervor. Diese Fusion wurde damals als die Gründung eines "globalen Riesen auf dem Markt für Finanzsoftware" bezeichnet und begrüßt. 

Laut dem Bericht von Fintech Times können Finastra-Kunden und RippleNet-Partner grenzüberschreitende Transaktionen mit Ende-zu-Ende-Verfolgung tätigen und haben dabei eine transparente Übersicht über die Gebühren, Lieferzeiten und den Status.

Dabei wird die Cloud-Lösung von Ripple verwendet, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Kunden haben auch die Möglichkeit, die XRP-Lösung namens On-Demand-Liquidity von Ripple zu nutzen. Mit dieser soll man internationale Zahlungen in 3 Sekunden abwickeln können.

In einer Erklärung hieß es von Riteesh Singh, dem Senior-Vizepräsidenten bei Finastra, die Zusammenarbeit zwischen Finastra und Ripple spiegle die "Überzeugung des Unternehmens, dass die Zukunft des Finanzwesens offen ist" wider. 

Er fügte hinzu, dass der Einsatz von Blockchain-Technologie besonders für Kunden in Ländern von Vorteil wäre, in denen die Kosten für eine solche Bankdienstleistung hoch seien.

Hochkarätige Kunden und dennoch Kontroversen

Im August dieses Jahres hat die PNC, die achtgrößte Bank der Vereinigten Staaten mit einem Vermögen von fast 400 Mrd. US-Dollar, als erste Bank des Landes das Blockchain-Netzwerk RippleNet für grenzüberschreitende Zahlungen eingesetzt.

Da der XRP-Kurs dennoch weiterhin hinterherhinkt, hat der Ripple-CEO Brad Garlinghouse in aktuellen Interviews auf eine Reihe von Kontroversen um Ripple reagiert. Er erzählte dem Morgan Creek Digital Assets-Mitbegründer Anthony Pompliano am 9. Oktober, dass die Transparenz des Unternehmens es "zur Zielscheibe für Angriffe gemacht" habe.

In Anspielung auf die anhaltenden Bedenken im Zusammenhang mit Ripples Umgang mit den XRP-Token-Verkäufen betonte Garlinghouse, dass Ripple seine XRP zu 10 Basispunkten des täglichen Marktvolumens verkaufe. Er erklärte dabei, dass 99,9 Prozent des XRP-Volumens nichts mit dem Umsatz des Unternehmens zu tun hätten.