Russland: Ministerium für Kommunikation fordert 1,4 Mio. Euro Kapital für ICOs

Das Ministerium für Kommunikation und Massenmedien (Minkomsvyaz) in Russland hat ein Dokument veröffentlicht, das die Lizenzierungsregeln für ICO-Projekte festlegt. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Forkog vom Montag, 12. Februar, hervor.

Einige der wichtigsten Anforderungen, die an Ausgeber von digitalen Token gestellt werden, sind ein nominales Kapital von etwa 100 Millionen Rubel - etwa 1,4 Millionen Euro - und eine Lizenz für die Entwicklung, Produktion und Ausgabe von Tokens. Zusätzlich sind Ausgeber von Token verpflichtet, ein speziell lizenziertes Bankkonto zu besitzen.

Dem Dokument zufolge wird die ICO-Lizenz von Minkomsvyaz für eine Dauer von 5 Jahren gewährt.

In dem Dokument definiert Minkomsvyaz ein digitales Token als einen "verschlüsselten Datensatz in einem Distributed-Ledger-Technologie (DLT)-System, der das Recht des Token-Eigentümers bestätigt, den Anfangspreis des Tokens vom Aussteller des Tokens über ein DLT-System zu erhalten."

Minkomsvyaz verlangt von den Ausgebern auch die Vorlage geprüfter ICO-Regeln. Darunter auch die Verpflichtung des Ausgebers, die Rücknahme digitaler Münzen auf der Grundlage eines unwiderruflichen öffentlichen Angebots zu garantieren.

Die Ausgabe von digitalen Token muss in russischen Rubeln über eine bargeldlose Abrechnung erfolgen. Darüber hinaus kann das Unternehmen, das die Token ausgibt, seine Gewinne nur zu einem Zweck steuern. Nämlich dem Zweck, die Verpflichtung, diese Token zu einem nominalen Preis zurückzukaufen, einzuhalten.

Am 25. Januar führte das russische Finanzministerium einen Entwurf des Gesetzes zur Regulierung der digitalen Vermögenswerte ein, der ein Regulierungssystem für Kryptowährungen, ICOs sowie Mining- und Handelsaktivitäten definiert und durchsetzt.

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